Einfach Japanisch lernen – hier oder dort

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

Einfach Japanisch lernen – hier oder dort

Ist Japan auch das Ziel deiner Träume? Ich habe als 12-Jährige beschlossen, dass ich dann mal nach Japan gehe. Und jetzt heisse ich Sakata und nicht mehr Müller, kann fliessend Japanisch und liebe dieses Land mehr als je zuvor.

Für mein Lebensmittelingenieur-Studium habe ich ein Praktikum machen müssen. Logisch wollte ich nach Japan. Mirakulös wunderbar hat alles funktioniert und ich habe eine Stelle bei Kanebo Foods im Entwicklungslabor für Zältli, Schoggi, Kaugummi, Glacé, Instantnudelsuppen und Instantgetränke bekommen. Listenweise haben sie mir Wörterkataloge geschickt, die ich dann auswendig können müsse! Mit dem Anzug müsse ich arbeiten kommen. Äaaah, ich war noch im Studium und hatte nichts im Kleiderkasten ausser Jeans, Kapuzenpullis und Turnschuhe. Ich wollte dahin und den besten Eindruck hinterlassen, darum war für sechs Monate Japanisch büffeln und Anzüge, Blusen und anständige Schuhe kaufen, angesagt.

Bambushain Arashiyama in Kyoto

Bambushain Arashiyama in Kyoto

Mit meiner superlustigen Gastfamilie habe ich heute noch Kontakt. Dank Ihnen habe ich 2001 mein halbes Jahr in Japan nur genossen. Englisch? No sorry. Kein Wort konnten sie und darum hab ich sehr schnell Japanisch gelernt. Auch in der Firma, alles Leute mit Uniabschluss. Englisch? No sorry :). Ha, weisst du, wie schnell du eine Sprache lernst, wenn du überhaupt gar nicht ausweichen kannst? Ok, der Glacéteamleader konnte ein bisschen Englisch. Ihn hat der Herr Sakata nämlich angestellt, um mir am Firmen-BBQ unter den blühenden Kirschbäumen zu sagen, dass er mit mir reden wolle. So hat die Lovestory angefangen. Wieder ohne Englisch. Sich verlieben im Land, in dem du die Sprache lernen willst, ist sowieso ein super Trick. Bitte nachmachen : )

Inzwischen bin ich unzählige Male in Japan gewesen und habe das unglaublich fantastische Essen, die allerliebsten Menschen und die schönen Landschaften und die Kultur genossen! Soll ich dir mal sagen, was ein MUSS ist, wenn du dann in Japan am Japanisch lernen bist mit Boa Lingua : )?

Der Klassiker: Kyoto. Da gibt’s soviele schöne Schreine und Tempel, da musst du mindestens eine Woche bleiben, um nur mal sechs verschiedene Orte zu bestaunen. Den Kiyomizudera finde ich ein Highlight, den Bambushain in Arashiyama und die unzähligen Torii beim Fushimi-Inari-Taisha. Obligatorisch ist der goldene Tempel, auch wenn du den schon auf unzähligen Kalenderfotos gesehen hast. Uuund, was soll ich dir noch auf die Liste schreiben? Der riesige Buddha in Nara! Da hat es in einer der baumstammdicken Deckenstützen ein Loch. Das sei genau so gross, wie das Nasenloch des Buddhas. Wenn du da durchschlüpfen kannst, hast du sieben Jahre Glück und wenn du stecken bleibst…ohh, oooh… dann bist du eine Lügnerin oder ein Lügner. Ich bin gerade so knapp durchgekommen und die sieben Jahre Glück habe ich mir fröhlich eingezogen. In Nara ist es ein bisschen, wie im Tierpark Goldau. Überall hat es wilde, halbzahme Rehe, die dir dein Picknick entreissen wollen. Fast schon ein bisschen aggro :). Pass also auf dein Sandwich auf, sonst ist es weg! Oh, und die Kyoto-Station ist ein Abenteuer für sich. Rolltreppen gehen da schräg in den Himmel hoch und zuoberst hast du eine super Aussicht auf die Stadt! Shoppen ist auch ein Riesenspass. Ich würde mit der Hankyu-Linie (eine der drei Bahngesellschaften in Kyoto) bis Kawaramachi fahren. Da tanzt der Bär. Denk an dein Koffermaximalgewicht, auch wenn du ALLES haben willst, was es da gibt!

Shinto-Schrein

Shinto-Schrein: Fushimi inari taisha in Kyoto

In Tokio ist sowieso alles crazy und du wirst die Zeit deines Lebens haben. Wenn du mal keine Lust mehr hast auf Grossstadt-Dschungel, dann gehst du entweder in den Shinjuku-Gyoen, ein gigantischer Park direkt neben Shinjuku-Station. Oder du fährst mit dem Roboterbähnchen nach Odaiba. Das ist eine aufgeschüttete Insel vor Tokio, wo du das Gefühl hast, du seist in der Zukunft gelandet. Diese Gebäude sind abgefahren cool. Es hat ein Riesenrad auf der Insel und einen Sandstrand, wo die Jungs manchmal sogar am Surfen sind! Zur Deko (frag mich nicht warum) steht eine kleine Ausgabe der Freiheitsstatue herum (Häääh? : )). Gleich gerade dahinter musst du ins Fuji-Television-Gebäude in die Kugel hoch. Da hat es ein Fernrohr, um die Aussicht zu bestaunen. Wieder endlose und stilvolle Rolltreppen. Ein bisschen am Strand chillen, obwohl du in Tokio bist – suuuuuper, oder?

Miyajima

Miyajima

So, fertig Stadtbesichtigung – du musst unbedingt auch aufs Land und auf einer Insel in einem Ryokan übernachten. Das ist ein traditionelles Hotel, wo du auf Tatamimatten schläfst und in einer heissen Quelle baden kannst. Miyajima, bekannt für das riesige Tor im Meer, ist am berühmtesten. Ich wollte letztes Jahr unbedingt da hin und es hat sich sehr gelohnt! Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut, wie schnell das Wasser kommt und geht, ist extrem eindrücklich! Gummistiefel sind von Vorteil, wenn du zum Tor rausspazierst bei Ebbe. Wir haben uns ein wenig nasse Füsse geholt. Es muss aber nicht Miyjima sein. In der Gegend der Küste vor Hiroshima hat es dutzende Inseln mit Ryokans darauf. Du wirst deine eigene neue Lieblingsinsel finden, ich bin mir sicher! Voll in der Natur, voll ab vom Schuss wirst du den Kontrast zu Tokyo so richtig auskosten können!

Und in den Süden und in den Norden und und und… Japan ist 3000 Kilometer lang. Das ist sogar noch ohne Okinawa und all die kleinen Mini-Inseln gemessen, die weiter unten im Süden verstreut sind. Du brauchst also entweder ein Jahr Zeit, oder du wählst aus.

Was ich dir von ganzem Herzen empfehle ist: Japanisch lernen, egal, wie lange du in Japan bist. Ob du nur ein paar Sätze oder 500 Wörter kannst: Schon mit einem einfachen oishii (lecker) wirst du in den Restaurants für Sympathie-Punkte sorgen! Je mehr du sprechen kannst, desto lustiger, kommunikativer und entspannter wird deine Reise. Und Japanisch ist ganz einfach! Keine Artikel, keine Konjugation, keine Einzahl/Mehrzahl…ein grammatikalischer Traum!

Am einfachsten lernst du natürlich vor Ort die Sprache, denn niemand rund um dich herum spricht Englisch. In einer Gastfamilie wohnen ist da das Beste! Verlieben musst du dich ja nicht unbedingt, aber um schneller Japanisch zu lernen, ist das wie gesagt ein Supertrick : ). Boa Lingua bietet dir das alles! Looos, auf was wartest du noch? Ob ein Japanisch-Sprachaufenthalt für wenige Wochen oder mehrere Monate, du wirst auf jeden Fall begeistert nach Hause kommen und gleich wieder rüberfliegen wollen!

Ronja Sakata

Ronja Sakata

Meine Passion ist es, Leute wie dich «fit für Japan» zu machen. Welche Fettnäpfchen sind wirklich zu umgehen? Wo kannst du locker-lässig dein AusländerIn-sein spielen lassen? Was für japanische Wörter und Sätze musst du unbedingt können, um alle möglichen Pluspunkte abzuholen? Am 27. Januar 2016 starte ich mit dem ersten Japanisch-Onlinekurs. Melde dich noch bis am 25. Januar 2016 an und profitiere vom Earlybird-Preis! Alle Informationen für deine Japanreise, fürs Japanischlernen und über meine Japanlovestory findest du auf RonjaSakata.com

Rahel Stössel

Rahel Stössel

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

Weitere Posts von

HINTERLASSE DEINEN KOMMENTAR