So wird’s was mit dem Sprachenlernen

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

So wird’s was mit dem Sprachenlernen

Die Stunde der guten Vorsätze hat geschlagen. Zeit, deine Sprachkenntnisse auf Vordermann zu bringen. Wie du das am besten anstellst, erfährst du hier.

Malst du dir auch manchmal aus, wie es ist, mühelos in einer Fremdsprache zu plaudern, Bücher zu verschlingen und Filme ohne lästige Untertitel zu verstehen? Bekommst du dann auch urplötzlich diesen starken Drang, sofort eine Sprach-App herunterzuladen oder dir Grammatik-Bücher anzuschaffen, um die ersten Vokabeln und Regeln auf dem steilen Weg zum Sprachprofi zu pauken? Bei mir halten diese Hyper-Motivationsphasen leider nie lange an. Weil es anstrengend ist, sich jeden Tag damit zu beschäftigen, weil mir der Bezug im Alltag fehlt, weil andere Dinge meine Zeit beanspruchen.

Einmal ist keinmal

Das Sprachenlernen lebt aber von der Anwendung und Wiederholung. Einmal ist keinmal, denn nach zwei Tagen hat man bereits drei Viertel des Gelernten wieder vergessen. Sprachenlernen ist wie Tennis – je öfter man spielt, desto sicherer wird man. Wenn du eine Sprache also neu lernen oder dich bedeutend verbessern willst, kannst du dich nicht mal dann und wann damit befassen, sondern musst Zeit im Alltag dafür einplanen und sie am besten täglich anwenden. Mein Tipp aus Erfahrung: Statt mit grösseren Abständen zwischen Spanisch, Französisch und Japanisch zu pendeln, setze besser nur auf eine Sprache – auf diese aber mit Durchhaltevermögen und einem konkreten Ziel (z.B. A1-Kurs mit Prüfung bis Ende Jahr bestehen).

Lerne besser im Ausland als im Alltag

Sprache lernen im Ausland

Sprache lernen im Ausland

Das beste Mittel zum Ziel ist ein Sprachaufenthalt im Ausland. Denn im Ausland bist du einfach voll im Sprachgeschehen, kannst die Sprache jederzeit anwenden, wirst nicht von deinen Alltagspflichten abgelenkt und kannst dich ganz aufs Sprachenlernen konzentrieren. Darum ist ein Sprachaufenthalt auch bis zu zehnmal intensiver als ein Sprachkurs in der Schweiz. Und tatsächlich ist der Aufenthalt mit dem Sprachkurs schon selbst ein Ziel, auf das du hinarbeiten und dich entsprechend vorbereiten kannst – das motiviert ungemein!

Vor und nach dem Sprachaufenthalt

Besuche trotzdem am besten vor und nach dem Sprachaufenthalt einen Sprachkurs in der Schweiz, um dich vorab mit der Sprache vertraut zu machen und anschliessend am Ball zu bleiben. Kontinuität ist gefragt, denn auch nach dem Sprachaufenthalt wirst du wieder vieles vergessen. Für eine besonders intensive Vor- und Nachbereitung empfehlen sich Privatlektionen. Wem das zu teuer ist, kann sich über Online-Plattformen (z.B. sprachtandem.chHelloTalk) oder Universitäten einen Tandem-Partner suchen, wo man sich gegenseitig – und daher ohne Kosten – die eigene Muttersprache beibringt.

regelmässig Zeit nehmen

Plane dir jeden Tag Zeit ein, die Sprache zu lernen.

Es gibt vier sprachliche Fertigkeiten: Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Je nach Bedarf kannst du sie einzeln trainieren durch:

  • Hörbücher hören (Hören)
  • Filme schauen (Hören)
  • Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen (Lesen)
  • Lernsoftware oder Sprachlern-Apps nutzen (Hören, Lesen; Schreiben und Sprechen meist auf tiefem Niveau)
  • Sprachkurse mit Präsenzunterricht (Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben)

Je tiefer das Sprachniveau, desto mehr bist du auf Lernhilfen wie farbliche Markierungen, vorgegebene Text-Bausteine und Grammatik-Regeln angewiesen.

  • Zum Beispiel gibt es spezielle Lern-Hörbücher (z.B. die Reihe «Compact Lernkrimi») für das entsprechende Sprachniveau, bei denen man das Gesprochene mitlesen und in Listen Vokabeln nachschauen kann, die im Text markiert sind.
  • Gute Sprachlern-Apps erleichtern dir das Lernen, weil sie den Lernstoff multimedial ansprechend aufbereiten und in kleinen Häppchen servieren. Wir empfehlen die Sprachlern-Apps «gymglish» für Englisch und «frantastique» für Französisch, weil sie sich individuell an deinen Lernfortschritt anpassen, sich auch für ein höheres Sprachniveau (ab A2) eignen und mit einer abwechslungsreichen Lern-Mischung Langeweile vorbeugen.
  • Auch die Sprachmagazine aus dem Spotlight-Verlag für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch können wir dir ans Herz legen, da sie zum Lernen aufbereitet sind und einen Einblick in die jeweiligen Länder bzw. Sprachregionen geben. Uns haben sie so überzeugt, dass wir im Rahmen einer Partnerschaft 30 Prozent Rabatt auf alle Abos anbieten – auch ohne Buchung eines Sprachkurses.
  • Vokabeln kannst du ganz klassisch mit Papierkärtchen oder mit Online-Lernkarten (z.B. von card3brain) lernen.
  • Wörterbücher (klassisch oder auf dem Smartphone) sowie unsere Verben-Drehscheibe für Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch sind praktische Hilfsmittel im Alltag und Unterricht.

Im Sprachaufenthalt

Freizeitangebot

Nutze das Freizeitangebot der Schule oder spreche viel mit Locals

Wenn es dann endlich soweit ist und du im fremden Land deinen Sprachkurs beginnst, gilt es ebenfalls ein paar goldene Regeln zu beachten.

  • Am meisten profitierst du, wenn du die Sprache nicht nur im Unterricht, sondern auch in deiner Freizeit anwendest. Deshalb empfiehlt es sich, bei einer Gastfamilie zu wohnen: mit ihr kannst du dich unterhalten und mit Einheimischen in Kontakt kommen. Von den Gesprächen mit «Locals» wirst du am meisten profitieren, da du dabei unbewusst die korrekten Sprachstrukturen und die authentische Aussprache aufnimmst.
  • Aller Anfang ist schwer und Fehler machen gehört dazu – lege also deine Hemmungen ab und rede, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Nur so bekommst du Übung und Sicherheit und lernst aus Fehlern.
  • Sind andere Deutschsprachige im Sprachkurs, bleibe selbstdiszipliniert und sprich trotzdem ausschliesslich in der Fremdsprache – ist anfangs gewöhnungsbedürftig, bringt dir aber enorm viel!
  • Nutze die Freizeitaktivitäten und Zusatzangebote deiner Sprachschule nach dem Unterricht wie ein Sprachlabor, Konversations-Runden, Aussprache-Training und Kultur-Kurse, in denen man mehr über Land und Leute erfährt. So wendest du die Sprache so viel wie möglich und in verschiedenen Situationen an.
Bist du bereit, deinen Vorsatz in die Tat umzusetzen?
Mit einem Sprachaufenthalt bist du auf dem besten Weg. Wir beraten dich umfassend und kostenlos, um den passenden Ort und Kurs zu finden. Komm 2016 vorbei!

Sandra Stuber

Sandra Stuber

Sandra ist die Textfee bei Boa Lingua. Sandstrände, wilde Weiten, schmucke Städtchen – sie schreibt über so viele wundervolle Sprachreise-Destinationen, dass sie immer wieder ins Schwärmen gerät und manchmal sogar neidisch auf ihre Texte ist.

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