77 Tage in Kapstadt

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77 Tage in Kapstadt

Als ich am 2. Januar 2016 zu meinem Sprachaufenthalt in Kapstadt startete, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwarten würde. Spätestens am Flughafen Zürich war ich ziemlich nervös, auch weil mein Flug gute zwei Stunden Verspätung aufwies und ich damit eventuell meinen Anschlussflug in Dubai verpassen würde. Es kam dann zum Glück alles gut bis Kapstadt. Per organisiertem Transfer ging es vom Flughafen zur Gastfamilie. Es war eine sehr schwierige Situation für mich, weil alles komplett neu war, ich niemanden kannte und meine Englischkenntnisse auf Anfänger-Niveau waren. Meine Gastfamilie empfing mich sehr herzlich und machte ein grosses Barbecue zum Abendessen.

Jérôme mit seiner Gastfamilie

Jérôme mit seiner Gastfamilie

Jérôme auf dem Tafelberg

Jérôme auf dem Tafelberg

Am nächsten Morgen ging es dann pünktlich um 8 Uhr zur Schule. An der EC Cape Town war mein Hauptziel, keine Kontakte mit Deutschsprachigen zu suchen, um so mein Englisch schneller zu verbessern. Dies stellte sich dann aber schwieriger heraus als gedacht. Um 14 Uhr war mein erster Schultag bereits zu Ende und ich war sehr frustriert und fühlte mich alleine, weil ich mir das Ganze hier überhaupt nicht so vorgestellt hatte. Mein erster Gedanke war dann auch, morgen zum Flughafen zu gehen und ein Retourticket zu kaufen.

Cape Town Stadium mit dem Signal Hill im Hintergrund

Cape Town Stadium mit dem Signal Hill im Hintergrund

Zurück bei der Gastfamilie sprach ich mit ihnen über meinen schwierigen Start und sie machten mir Mut, nicht aufzugeben und immer weiterzumachen. Dies war in diesem Moment sehr wichtig für mich. Dadurch, dass es für mich eher schwierig war, in der Schule Kontakte zu knüpfen, konnte ich mein Englisch mit Einheimischen auf der Strasse enorm verbessern. Denn alleine kommt man schneller mit ihnen in Kontakt, als wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Etwa in der Mitte der zweiten Woche klappte es dann auch mit dem Kontakt zu nicht Deutsch sprechenden Personen. Ich lernte Maged aus Saudi-Arabien kennen und durch ihn dann zirka zehn weitere Araber, mit welchen ich dann auch ausserhalb der Schule viel unternommen habe. Nach der zweiten Woche kam ich so richtig in Kapstadt an und ich liebte diese Stadt dann doch noch – auch wenn erst auf den zweiten Blick. Wir machten Ausflüge auf den Table Mountain, kletterten auf den Lions Head oder machten eine geführte Reise auf Robben Island (Gefangeneninsel von Nelson Mandela). Auch die Party an der Long Street durfte nicht fehlen. Dabei lernte ich etwas sehr Wichtiges für mein Leben: Man kann auch Party machen ohne Alkohol! Für diese Erkenntnis bin ich all meinen arabischen Freunden sehr dankbar.

Tsitsikamma Nationalpark auf der Garden Route

Tsitsikamma Nationalpark auf der Garden Route

Mein persönliches Highlight war ein siebentägiger Roadtrip auf der Garden Route mit drei brasilianischen und einem arabischen Freund. Es war wunderschön und einfach einmalig. Aber auch die Safari nahe Port Elizabeth zählt dazu. Und der wohl beste Moment meines bisherigen Lebens war beim Bungee Jumping von der Bloukrans Bridge. Das war richtig geil!

Danach war bereits Zeit, Abschied zu nehmen. Mein Sprachaufenthalt startete sehr schwierig, wurde dann aber von Woche zu Woche besser. Ich kann es allen empfehlen, einen Sprachaufenthalt zu machen, weil man so viel fürs Leben lernen kann. Wichtig ist Durchhaltevermögen, offen sein für etwas Neues und Geduld haben, auch wenn es mal nicht so klappt wie vorgestellt.

Zum Schluss will ich ein grosses Dankeschön an meine besten arabischen Freunde Maged, Sunbl und Salem richten und an meine Gastfamilie, die immer für mich da war. Es war eine unglaubliche Zeit.

Gastautor/in

Mein Name ist Jérôme Berchtold, ich bin 22 Jahre alt und lebe in der Nähe von Zürich. Ich machte einen 3-monatigen Sprachaufenthalt in Kapstadt. Es war die beste Zeit meines Lebens.

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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