Aktivitäten auf La Réunion

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

Aktivitäten auf La Réunion

Zwei Wochen Sprachkurs auf La Réunion an der Sprachschule DP Langues und eine Ferienwoche zur weiteren Inselerkundung haben uns viele geniale Erlebnisse beschert. Alle, die es uns gleichtun und Französisch im Paradies lernen möchten, finden hier unsere Tipps, was es auf der Insel im Indischen Ozean zu erleben gibt. Einen Gesamteindruck von unserem Sprachaufenthalt und dem Inselleben bekommt ihr in unserem ersten Blogbeitrag «Erlebnis-Sprachaufenthalt auf La Réunion».

Was interessiert dich am meisten?

        1. Wandern
        2. Heliflug
        3. Canyoning
        4. Hochseilpark «Makes Aventures»
        5. Strandfeeling, Baden und Wassersport
        6. Paolos Garten
        7. Museen & Fabriken rund um Zuckerrohr, Rum und Vanille
        8. Marktbesuch
        9. Schildkrötenhaus
        10. Festivals
        11. Wellness

Wandern

Wandern steht auf La Réunion ganz oben auf der To-do-Liste. Dabei durchläuft man ein spektakuläres Relief, das die Insel ihrer vulkanischen Vergangenheit und Gegenwart zu verdanken hat.

Vulkankrater des Piton de la Fournaise

Vulkankrater des Piton de la Fournaise

Den noch aktiven Vulkan Piton de la Fournaise bestiegen wir mit der ganzen Sprachkursgruppe, unter der Führung eines wandererfahrenen Kreolen. Nach einem lustigen Abend in der Gîte (entspricht unseren Schweizer Berghütten) und einer kurzen Nacht traten wir um 5 Uhr unsere fünfeinhalb-stündige Wanderung an. Mit Stirnlampen gewappnet bahnten wir uns unseren Weg durch die Dunkelheit, hinab ins erloschene Kratertal. Wann immer wir den Blick hoben, blickten wir einem üppigen Sternenhimmel und Sternschnuppen entgegen. Über einen Steinteppich aus fester Lava krakselten wir dem aktiven Dolomieu-Krater auf dem Gipfel entgegen, während uns die aufgehende Sonne zunehmend den Weg leuchtete und uns offenbarte, wie klein wir in dieser riesigen Mondlandschaft tatsächlich waren. Ein lavaspeiender Vulkanschlund blieb glücklicherweise den Postkarten vorbehalten – wir durften uns mit kleinen Rauchwölkchen, fantastischen Ausblicken und tollen Gipfel-Selfies begnügen.

Ein echtes Highlight ist auch die Besteigung des höchsten Berges und inaktiven Vulkans Piton des Neiges, vor allem, wenn man die Route vom Bergdorf Hell-Bourg aus wählt. Die Tour empfehlen wir allerdings nur sportlichen Wanderern. Sechs Stunden und 1500 Höhenmetern lang folgten wir einem steilen Trampelpfad mit wunderbarer Aussicht über den Salazie-Talkessel, gefolgt von dichtem Dschungel und einer bergigen Buschlandschaft mit Weitblick. Über Steine, Baumstämme, Wurzeln, matschige Erde, Treppen, Leitern, Stege, Wasserläufe und Felsen gelangten wir zur Gîte Refuge de la Caverne Dufour, die als nächtliche Zwischenstation für den morgendlichen Gipfelaufstieg dienen sollte. Dort oben wehte dann leider ein anderer, kalt-regnerischer Wind. So blieb uns am Morgen nur noch der leichtere Abstieg in den benachbarten Talkessel nach Cilaos – ein süsses Bergstädtchen, das eine Besichtigung wert ist. Tja, den Gipfel haben wir uns für die nächste Sprachreise nach La Réunion aufgespart.

Cirque de Mafate vom Cap Noir

Cirque de Mafate vom Cap Noir

Wer die Bergpracht lieber gemütlich bestaunt, hat zahlreiche einfachere Touren zur Auswahl und wird dabei mit ebenso grandiosen Panoramen belohnt. Wir können die Rundwanderwege rund um das Cap Noir, das Bassin Vital und das Cap Houssaye empfehlen. Andere Kursteilnehmer haben uns zudem den Ausflug auf den Maido zum Sonnenaufgang und die Route durch die Takamaka-Schlucht ans Herz gelegt. Fantastische Fotomotive ohne Anstrengung bietet einem auch der Aussichtspunkt «La Fenêtre» im Bergdorf Les Makes. Wir konnten unseren Blick gar nicht mehr abwenden!

 

 

Heliflug über La Réunion

Heliflug über La Réunion

Der Heliflug hat sich mehr als gelohnt

Korallenriff

Korallenriff

Wie auf der ganzen Welt sind auch Helikopterflüge über La Réunion nicht ganz günstig. Doch die Investition lohnt sich: Was uns topografische Karten bereits angedeutet hatten, versetzte uns während des einstündigen Rundflugs über die komplette Insel einfach nur in Staunen. Wie spitze Hüte ragen die grünen Berge aus der ewigen Weite des Ozeans und formen dazwischen raffinierte Talkessel. Gekrönt wir das Ganze vom aktiven Vulkan und seinen vorgelagerten Kratern. Einen echten Kick gibt’s dann noch mit dem Abstecher zum Wasserfall Trou de Fer. Dieser lässt sich nur per Hubschrauber bestaunen – mit einem waghalsigen Flug durch einen schmalen Korridor zweier Steilhänge.

Canyoning

Canyoning

Canyoning

Wer den ultimativen Nervenkitzel sucht, sollte sich wie wir zum Canyoning anmelden. Wir wählten die Anfänger-Tour durch den Canyon «Ti Grain Galet» bei Langevin, die uns die Sprachschule empfohlen und organisiert hat. Doch gibt es über die Insel verteilt mehrere Canyons mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Während rund dreieinhalb Stunden durften wir uns abseilen, von Klippen hüpfen, einer Zipline entlang in die Tiefe düsen, rücklings über natürliche Wasserrutschen gleiten und die steilen Schluchten aus dem kühlen Nass dazwischen bewundern. Neben tollen Erinnerungen wurden wir mit coolen Bildern belohnt, die uns der Anbieter kostenlos per E-Mail geschickt hat.

Hochseilpark und „La Fenêtre“

Die Aussicht am La Fenêtre

Die Aussicht am La Fenêtre

Wer sich lieber ins softe Abenteuer stürzt, sollte einen Besuch im Seilpark «Makes Aventures» ins Auge fassen. Schon die Fahrt über nicht enden wollende Serpentinen nach Les Makes ist ein Erlebnis – das man am besten mit einem Stopp am nahegelegenen Aussichtspunkt «La Fenêtre» kombiniert. Allerdings sollte man früh aufbrechen, um den aufziehenden Wolken zuvorzukommen. Nach rund drei Stunden Baumkronen-Schwingen im angenehm kühlen Wald freuten wir uns so richtig aufs Mittagessen und hatten uns die anschliessende Entspannung am Strand redlich verdient.

Strandfeeling, Baden und Wassersport

Zum perfekten Inselfeeling gehört das Meer einfach dazu. Als echte Landratten waren wir zwar nicht primär deswegen angereist, hätten es aber auch nicht missen wollen: als immerwährende Kulisse auf unserem Schulweg, zur Abkühlung nach dem Unterricht und für unsere morgendlichen Sport-Sessions (Yoga am Strand!!).

Zum Baden laden die Strände an der Westküste Boucan Canot, Ermitage-les-Bains und Saint-Gilles-les-Bains ein, die man von der Schule aus in rund 20 bis 30 Minuten mit dem Auto erreicht. Bei einem Tauchgang oder beim Schnorcheln lässt sich die hübsche Unterwasserwelt bestaunen. Am Strand von Boucan Canot eignen sich die Wellen zudem zum Surfen. Kitesurfen wird nur Fortgeschrittenen empfohlen, da man sich am Korallenriff leicht verletzen kann. Jedoch lässt sich der Sprachaufenthalt auf La Réunion problemlos mit einem 45-minütigen Flug auf die Nachbarinsel Mauritius kombinieren, wo ein wahres Bade- und Wassersport-Paradies wartet.

Das Meer auf La Réunion ist nämlich durchaus mit Vorsicht zu geniessen. Neben gefährlichen Strömungen gab es in den letzten Jahren mehrere Hai-Attacken – denen der Inselstaat nun vehement mit Hai-Netzen, überwachten Badezonen und Warnflaggen bzw. -schildern begegnet. Mitdenken und Vorsicht sind also angebracht; Angst muss man dann aber keine haben.

Paolos Garten

In Paulos Garten

In Paulos Garten

La Réunion diente schon zu Kolonialzeiten als Lieferant von Gewürzen und Nutzpflanzen wie Kaffee, Kakao und Rohrzucker. Einen Überblick über die insulare Flora und Kräuterküche erhält man bei einer rund einstündigen Führung, bei der Gartenbesitzer Paolo mit viel Herzblut und angenehmem Sprachtempo (bien sûr en français) über sein rund zwei Hektar grosses Gelände führt. Dort durften wir an Blättern, Blüten und Früchten schnuppern, uns vom Multikräuter-Charakter des «4 épice»-Baums überzeugen und von selbstgebrautem Hibiskustee sowie -gebackenem Gewürzkuchen kosten. Zu allem gab es lehrreiche und leicht verdauliche Infos. Als Dank darf man eine Spende tätigen.

Museen & Fabriken rund um Zuckerrohr, Rum und Vanille

Wer mehr über das landwirtschaftliche Standbein der Insel erfahren möchte, hat in diversen Museen und Fabriken rund um Zuckerrohr, Rum und Vanille beste Gelegenheit dazu. Unsere Sprachschulkolleginnen haben jedoch geraten, den Vanille-Rundgang auf die Erntezeit zu verschieben, da sonst das Anschauungsmaterial fehlt. Wir selber haben das Museum der Rumproduktions-Dynastie Isautier besucht. Als Belohnung fürs viele Französischlesen wurden wir mit leckeren Punch-Shots an der Bar belohnt und konnten gleich noch für die Daheimgebliebenen alkoholische und andere Mitbringsel kaufen.

Marktbesuch

Früchte am Markt in St Paul

Früchte am Markt in St. Paul

Den grossen Markt von St. Paul erreicht man in nur fünfzehn Gehminuten von der Schule aus. Hier kann man sich mit allerlei Souvenirs wie z.B. Taschen, Hüten und bunten Tüchern eindecken. Auch exotische Früchte, Gemüse, Gewürze und kreolische Häppchen (Bouchons, Samoussas) werden feilgeboten. Rahels Klasse nutzte ihn sogar für anschaulichen Unterricht im Freien. Unser Tipp: am besten vor 15 Uhr einkaufen, da sonst schon einige Stände geschlossen haben. Und für die Marktfreunde unter euch empfehlen wir auch einen Abstecher auf den kleineren Markt in Ermitage-les-Bains, der jeweils am Sonntagmorgen stattfindet.

Schildkrötenhaus

Schildkröte

Schildkröte

Schildkrötenhaus in Kélonia

Schildkrötenhaus Kélonia

Für alle Tier- und Naturfreunde lohnt sich ein Besuch der Schildkröten-Station Kélonia bei Saint Leu. Dort kann man die riesigen Meeresbewohner aus der Nähe bestaunen, erfährt interessante Fakten zu ihrer Lebensweise und ihren Bedrohungen (denen man sich gleich interaktiv auf einer Spielkonsole stellen kann) und leistet mit dem Eintritt gleich noch einen sinnvollen Beitrag für ihren Schutz.

Festivals

Filmfestivalstart in Boucan Canot

Filmfestival-Start in Boucan Canot

Den réunionnaisischen Kalender füllen das ganze Jahr über zahlreiche Festivals, Konzerte, religiöse Feste und andere Arten von Veranstaltungen. Während unseres Sprachaufenthalts fanden das Festival Tempo in Saint Leu sowie das Filmfestival statt, dessen Auftakt wir mit der Schulgruppe besuchten. Neben den beeindruckenden Reportagen von einheimischen Extremsportlern genossen wir vor allem den lauen Abend direkt am Strand unter dem sternengeschmückten Tropenhimmel. Die Atmosphäre war einfach der Hammer!

Wellness

Palm Hotel & Spa in Petite Île

Palm Hotel & Spa in Petite Île

Nach unseren Wanderstrapazen wollten wir es uns so richtig gut gehen lassen. Getreu dem Motto «man gönnt sich ja sonst nichts» buchten wir zwei Nächte im «Palm Hotel & Spa» in Petite Île – eines der beiden 5-Sterne-Hotels auf La Réunion. Nachdem uns der Portier die Autoschlüssel abgenommen hatte, brachen wir in echte Wellness-Euphorie aus. Pediküre, Ganzkörper-Massage, Hammam-Besuch, kreative Drinks, ein üppiges Frühstücksbuffet und wahnsinnig leckere Gerichte füllten unseren Verwöhnplan. Trotz hoher Kreditkarten-Abrechnung würden wir es immer wieder tun. 😉 Natürlich gibt es auch günstigere Wellness-Angebote, die man auch gut mit dem Sprachkurs vereinen kann. Die Sprachschule gibt gerne Tipps.

Auch wenn wir hier einen Punkt setzen, könnten wir die Aktivitäten-Liste locker fortführen: Gleitschirm fliegen, biken, Boot fahren, Wal- und Delfin-Beobachtung… um nur einige weitere zu nennen. Diese kleine Insel strotzt geradezu vor Möglichkeiten; Insel-Blues ausgeschlossen.

In unserem nächsten und letzten Blogbeitrag «Essen auf La Réunion» erfahrt ihr, was euch die Insel kulinarisch bietet. Und glaubt uns: Das Essen ist ein echter Reisegrund!

Gastautor/in

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

Sandra Stuber

Sandra Stuber

Sandra ist die Textfee bei Boa Lingua. Sandstrände, wilde Weiten, schmucke Städtchen – sie schreibt über so viele wundervolle Sprachreise-Destinationen, dass sie immer wieder ins Schwärmen gerät und manchmal sogar neidisch auf ihre Texte ist.

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