Andere Länder, andere Sitten

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

Andere Länder, andere Sitten

Wie jetzt? Ich soll am Tisch schmatzen? Und warum muss ich in Russland die Anzahl Blumen zählen, bevor ich einen Blumenstrauss verschenke? Die Antwort lautet: andere Länder, andere Sitten. Nicht in jedem Land gelten die gleichen Bräuche und es ist wichtig, dass wir uns vor unserer Reise über diese informieren. Dieser Blogpost stellt dir sieben Sitten oder Regeln vor, welche du rund um den Globus antriffst.

Während einem Sprachaufenthalt lernst du die Bräuche und Sitten fremder Kulturen kennen.

Während einem Sprachaufenthalt lernst du die Bräuche und Sitten fremder Kulturen kennen.

USA – kein Alkohol auf offener Strasse

Was bei uns in der Schweiz gang und gäbe ist, wird in den USA je nach Ort überhaupt nicht gerne gesehen: in der Öffentlichkeit Alkohol trinken – ausgenommen natürlich in einer Bar, im Club oder im Restaurant. Die Alkoholflaschen werden in der Regel in Papier gepackt, sodass sie nicht erkennbar sind. Wer also nach Schulunterricht oder beim Vorglühen ein Erfrischungsgetränk auf offener Strasse geniessen möchte, wird vermutlich mit entsetzten und schockierten Blicken bestraft.

Australien – V für Victory

Andere Länder, andere Sitten: Es ist wichtig, auf welcher Seite, du deinen Handrücken beim Victory-Zeichen hast.

Andere Länder, andere Sitten: Es ist wichtig, auf welcher Seite, du deinen Handrücken beim Victory-Zeichen hast.

Auch in Australien, beispielsweise in Sydney, ist Trinken in der Öffentlichkeit unerwünscht. Doch ist dies nicht das einzige No-Go, das am anderen Ende der Welt herrscht. Wir alle kennen das Victory-Zeichen. Es steht sowohl für Sieg als auch für Frieden. Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, von welcher Seite aus ihr eure Hand hält, wenn ihr das Zeichen macht? Dies ist nämlich von wichtiger Bedeutung. Denn in Australien wird das V-Zeichen, mit dem Handrücken gegen das Gegenüber gerichtet, auf dieselbe Art wie unser Mittelfinger verstanden – also nicht sehr freundlich.

Bulgarien – Nicken oder Kopf schütteln?

Warum nickt er mit seinem Kopf, wenn er Nein sagt?

Warum nickt er mit seinem Kopf, wenn er Nein sagt?

Bleiben wir bei den Gesten. Mit einem Kopfnicken bejahen wir eine Aussage und wer seine Verneinung ausdrücken will, schwenkt den Kopf von links nach rechts. Richtig? Nicht ganz, denn nicht überall wird Kopfschütteln und Nicken auf die gleiche Art und Weise verstanden. In Bulgarien ist es nämlich genau umgekehrt. Wer den Kopf von oben nach unten nickt, antwortet mit nein.

Frankreich – Küssen verboten

Paris, die Stadt der Liebe: Hier laufen frisch Verliebte, Händchen haltend durch das ehemalige Künstlerdorf, Montmartre. Vor dem Eiffelturm wird der Moment mit einem Erinnerungsfoto festgehalten und historische Bauten geben der besonderen Atmosphäre den richtigen Touch. Doch am Pariser Bahnhof Gare du Nord ist Schluss mit der Romantik. Denn hier und für alle, die irgendwo zwischen Atlantik und Mittelmeer mit dem Zug reisen, gilt seit 1910: Küssen verboten.

Russland – Blumen

In Russland ist es wichtig, eine ungerade Anzahl an Blumen zu schenken.

In Russland ist es wichtig, eine ungerade Anzahl an Blumen zu schenken.

Du möchtest deiner Herzdame in Russland Blumen schenken? Dann solltest du vorher aber die Anzahl Blumen zählen, denn diese ist genauso wichtig, wie ihre Farbenpracht. Um in Russland jemandem mit einem Blumenstrauss eine Freude zu machen, schenkt man Blumen nur in einer ungeraden Anzahl. Denn eine gerade Anzahl wird mit Trauern in Verbindung gebracht und ist eher für Beerdigungen geeignet.

China – Schmatzen und Schlürfen

Schmatzgeräusche sind in China nicht nur erlaubt, sondern auch willkommen.

Schmatzgeräusche sind in China nicht nur erlaubt, sondern auch willkommen.

Schmatzen, Schlürfen, Nase putzen und Rülpsen… Haben uns unsere Eltern nicht beigebracht, das alles – zumindest am Tisch – zu unterlassen? Auch bei den Tischmanieren treffen wir auf kulturelle Unterschiede. Was bei uns als «unanständig» erscheint, gilt in China als Zeichen von Respekt und Höflichkeit. Und wer noch Nachschub haben möchte, soll den ganzen Teller aufessen. In China bedeutet ein leerer Teller, dass du noch nicht satt bist und gerne noch mehr haben möchtest. Dazu sagen wir freundlich schmunzelnd: andere Länder, andere Sitten.

Japan – separate Toilettenschuhe

Auch in Japan gilt zu Tisch: Geräusche sind erlaubt. Doch sind nicht nur die Tischmanieren zu beachten, sondern auch das Begrüssungsritual nimmt eine wichtige Rolle ein: Besucher und Gastgeber verbeugen sich gleichermassen und beim Eintreten ins Haus werden die Strassenschuhe ausgezogen. Dies ist aber nicht der einzige Schuhwechsel: Beim Betreten des Badezimmers wird erneut gewechselt und zwar in separate Toilettenschuhe. Wer also während einem Sprachaufenthalt in einer Gastfamilie wohnt, soll doch gleich mehrere Hausschuhe mit einpacken.

 

Möchtest du nicht nur über die Bräuche und Sitten anderer Kulturen lesen, sondern diese auch gleich hautnah miterleben? Tauche in fremde Kulturen ein und feile während einem Sprachaufenthalt an deinen Fremdsprachenkenntnissen.

Valeska Hoenen

Valeska Hoenen

Nach über einem Jahr durch die Welt bummeln ist Valeska Hoenen seit 2015 bei Boa Lingua und arbeitet als Content Communication Assistentin. Fremde Kulturen kennenlernen ist für sie sehr wichtig und daher geht sie auch gerne mal alleine auf Entdeckerreise.

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