The City by the Bay: San Francisco

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

The City by the Bay: San Francisco

San Francisco war der Zeit schon immer einen Schritt voraus: Die Beat Generation, Flower Power, Studentenunruhen, Schwulenbewegung, Tech Companies usw. Innovation, Abenteuerlust & eine entspannte Atmosphäre zeichnen die Stadt aus. Die hügelige Landschaft, die Lage am Meer und die beiden berühmten Brücken bieten eine wunderbare Kulisse.

Nach einem Roadtrip durch Kalifornien war mir bereits auf dem Heimflug klar, dass ich wieder nach San Francisco will. Die Stadt mit ihren vielfältigen Nachbarschaften, den herzlichen Menschen und dem angenehmen Klima hat es mir angetan.
Da ein halbes Jahr Ferien ohne wirkliche Beschäftigung für mich nicht in Frage kam, war ein Sprachaufenthalt die Lösung. Mein Englisch war bereits entsprechend gut, ein Diplom fehlte mir jedoch noch. Mit Unterstützung der Boa Lingua Filiale in Luzern entschied ich mich für den Cambridge-Kurs an der “Converse International School of Languages” inmitten San Franciscos.

Cornelia mit Freunden

Cornelia mit Freunden

Wohnungssuche

Zeitig machte ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft von zu Hause aus. Bereits im Vorfeld hat sich gezeigt, dass die Wohnungsmieten in San Francisco sehr hoch sind. Nichtsdestotrotz fand ich auf der populären Website Craigslist eine tolle Wohnung, in Spazierdistanz zur Schule und für einen mehr oder wenigen fairen Preis. Ich freute mich wie ein kleines Kind, liess den Mietvertrag von einem amerikanischen Anwalt prüfen und unterschrieb diesen. Wie bei uns in der Schweiz üblich, überwies ich zwei Monatsmieten in die USA als Depot für die Wohnung. Anfangs September verabschiedete ich mich von meinen Lieben am Flughafen Zürich und stieg voller Vorfreude in die SWISS-Maschine nach Kalifornien. Einige Stunden später, mit zwei vollen Koffern im Schlepptau, sass ich im Taxi Richtung San Francisco Down Town. Ausgestiegen bei meiner neuen Wohnadresse kamen mir die ersten Zweifel: Warum steht hier nur ein Rohbau? Weshalb sind alle Türen abgesperrt? Die Kurzfassung: Meine Wohnung existierte nicht und ich fiel aus allen Wolken. Noch am selben Abend führte ich Gespräche mit der Security, der Immobilienfirma und der lokalen Polizei. Ich fiel auf Mietschwindler rein und mein Geld war auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Die Polizei war enorm hilfsbereit und ich sah den Herren an, dass Sie sich über die Masche ebenfalls sehr aufregten. Anscheinend ist dies jedoch in San Francisco an der Tagesordnung und kriminelle Organisationen ziehen ihren Nutzen aus der Unwissenheit von ausländischen Gästen. Ich suchte mir dann für die erste Nacht ein Hotel und kam danach für einen Monat in einer Studentenunterkunft unter. Diese war ein notwendiges Übel und leider so gar nicht sauber oder gepflegt. Da in SF der Immobilienmarkt jedoch mehr als nur ausgetrocknet ist war ich froh ein Dach über dem Kopf zu Haben. Zu meinem Glück wendete sich das Blatt Mitte Oktober und ich bekam die Zusage für ein tolles Apartment in der Nähe des Ocean Beaches. Ich fühlte mich in dieser Wohnung zu Hause und war überglücklich dort zu sein.

Streets of San Francisco

Streets of San Francisco

Lernen und das Leben geniessen: an der CISL

Der Unterricht an der „Converse International School of Languages“ (CISL) war optimal für mich. Unsere Klasse bestand aus sieben Studenten, welche etwa das gleiche Sprachniveau hatten, und unserer Lehrerin Barbara – eine tolle Person. Sie brachte uns alles über Grammatik, Englisch im täglichen Gebrauch, Infos zu lokalen und nationalen Themen etc. bei. Sie selbst war interessiert an uns und animierte jeden einzelnen dazu, sein Bestes zu geben. Die Lage der Schule ist unübertrefflich. Gelegen an der Market Street sind Restaurants, Geschäfte, Apotheken, Bushaltestellen etc. in Minuten zu erreichen. Die Dachterrasse mit Blick über die Stadt war für uns Studenten immer zugänglich und wurde auch entsprechend genutzt. Das Team der CISL kennt nach einigen Tagen die Namen aller neuen Studenten und begrüsst jede Möglichkeit sich zu unterhalten. Bei Fragen oder Problemen sind die Lehrer oder auch das Management für einem da und helfen wo immer möglich. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und fast schon familiär. Somit denke ich, sind auch jüngere Studenten gut aufgehoben. Bill, der Activity Coordinator der CISL, dachte sich immer wieder neue Unternehmungen aus und zeigte uns so die Stadt von allen Seiten. Sei es das geschäftige Chinatown, die angesagte Mission, das homosexuelle Castro, die Clubs in SoMa, die Hippies in Haight-Ashbury oder das noble North Beach. Museen, Restaurants, Beer Tastings, Konzerte, Wanderungen… es war für jeden etwas dabei.

Mit den neuen Freunden unternahm ich auch Ausflüge in den Grand Canyon, in diverse National Parks, in eine Geisterstadt oder in grosse Outlet Malls. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt!

Rockabilly Night

Rockabilly Night

Wasserfall im Yosemite Nationalpark

Wasserfall im Yosemite Nationalpark

Das Gelernte gleich umsetzten: in einem Praktikum

Nach meiner Cambridge-Prüfung konnte ich bei der CISL im Marketing & Sales mein Volunteership absolvieren. So konnte ich auch hinter die Kulissen der Schule sehen und lernte die Lehrer und Angestellten noch besser kennen. Ich durfte Projekte umsetzen, Blogposts schreiben, neue Studenten einführen etc. Diese zwei Monate vergingen wie im Flug und ich bin froh konnte ich diese Möglichkeit wahrnehmen.

Fazit

Was ich Ende Januar mit nach Hause genommen habe? Nebst vielen Souvenirs fand ich neue Freunde, ein Cambridge-Diplom, habe mich beruflich wie persönlich weiterentwickelt und hatte fünf absolut tolle Monate in Kalifornien.

Ein natürliches Tunnel im Yosemite Nationalpark

Ein natürliches Tunnel im Yosemite Nationalpark

Gastautor/in

Mein Name ist Cornelia, ich bin 29 Jahre alt und wohne in Luzern. Als Pause von meinem Alltag als Event-Planner verbrachte ich fünf Monate in San Francisco, Kalifornien. Inzwischen plane ich meine nächsten Auslandsabenteuer und lasse euch vielleicht bald wieder daran teilhaben.

Gastautor/in

Gastautor/in

Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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