Dabu in Florenz

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Dabu in Florenz

Wein, Essen und Kaffee haben es ihm besonders angetan. Doch nicht nur. Auch die herzlichen Leute haben ihn begeistert. Und der Wein. Und die Schule (huch, Glück gehabt). Und haben wir den herrlichen Wein schon erwähnt? 😉

Doch lest am besten selbst, wie es Dabu, dem Sänger von Dabu Fantastic, im Sprachaufenthalt in Florenz ergangen ist:

Ein Glas Wein in Florenz - passt immer!

Ein Glas Wein in Florenz – passt immer!

Vino

Ich werde mich hüten, hier über Wein zu schreiben. Über die wunderbaren Enoteche in Firenze, die guten Wein zu äusserst vernünftigen Preisen ausschenken. Inklusive leicht angetrocknetem Brot mit dick aufgetragenem Leber-etwas. Auch nicht über die Literflasche wunderbaren Chianti, die man während des Verzehrs einer Bistecca alla fiorentina (sehr viel Fleisch – wenig gebraten) beinahe beiläufig austrinkt. Auf keinen Fall über das Bicchiere Hauswein, das mit 2,5 dl schwappend voll gefüllt wird, während weiter hinten drei tänzelnde Sängerinnen irre toskanische Volksweisen durchaus erotisch ins Tamburin trommeln. Denn: darum geht es nicht. Ich war schliesslich in einer Sprachschule in Florenz.

Caffè

Darum kann es hier auch nicht um die unzähligen Espressi und Cappuccini gehen, die wir in den Bars – gerne ein Cornetto dazu, grazie – getrunken haben. Hier habe ich vom wunderbaren Brauch gehört, jeweils den Kaffee des nächsten Gastes schon zu bezahlen. Heisst: Beim Betreten der Bar liegt der Euro (was so ein Kaffee an der Banca bekanntlich kostet) bereits für mich bereit. Vom letzten Gast bezahlt. Grazie Mille. Dann lass mich doch einen Euro hier lassen für den nächsten Gast. Geile Geste.

Es kann hier nicht um den Kaffee gehen, der (auch wenn hier in Zürich alle rumprelaggen, man hätte aufgeholt) immer noch um Meilen besser schmeckt als in der Schweiz. Immerhin weiss ich jetzt, wieso das so ist: weil den Barriste in Florenz das wichtig ist. Weil sie wissen: Schlechter Kaffee ist scheisse. Und weil sie sich Zeit nehmen für das Allerwichtigste: Essen und Trinken. Merkt man ja erst, wenn man mal ein bisschen Italienisch kann: Die sprechen während dem Essen übers Essen. Auf dem Markt: übers Essen. Am Telefon: übers Essen. Das muss ja besser sein.

Nach dem Essen? Natürlich ein Espresso!

 

Trattoria

Ich werde mich aber hüten, nur über Wein, Kaffee und Essen zu berichten, wo ich doch in einer Sprachschule war, um Italienisch zu lernen. Eine Schule, gleich neben einer Gasse, in der häufchenweise Touristen aus Sandwich-Bars rausstolpern. Am Tag wegen des Gewichts der dick gefüllten Brote, in der Nacht wegen dem Vino.

Wir zogen uns nach der Schule zurück, wichen den Touristenströmen geschickt aus (um damit selbst neue zu erzeugen) und verloren uns Abends in Trattorie, etwas weiter ausserhalb. Mit nicht nur Fremdenverkehr. In einem speziellen Fall hat mir die gut beleibte Wirtin mit einem knappen, aber genüsslichen Lächeln den Wunsch von den Lippen abgelesen. Eine Pasta mit Trüffeln. Vor dem Schwertfisch. Was für ein Ort. Etwas eng, etwas zusammengewürfelt aber voll mit Leben. Und bestem Hauswein. Aber es soll hier nicht um Wein gehen.

Wer nach Florenz geht, sollte auch die schöne Landschaft ausserhalb der Stadt nicht verpassen

Cucina

Am Mittag war ich jeweils kurz in der Küche bei mir zu Hause. Habe die saftigen Tomaten und Gurken mit dem schlecht geschliffenen Messer zu einem Salat geteilt mit etwas frischen Kräutern und grobem Salz bestreut und mit Olivenöl und dickem Essig beträufelt. Dazu ein Stück toskanischer Ziegenkäse und einige Minuten aus dem Vlog von Jovanotti, dem toskanischen Sänger mit Welthits. Und dabei gemerkt: Ich verstehe, was der sagt. Nicht jedes Wort, aber ich verstehe, um was es geht, was das soll und wie charmant er diese Sprache benutzt.

Auch für ein wenig Sightseeing blieb Zeit

Scuola

Natürlich habe ich mich auch auf den Unterricht am Nachmittag gefreut. Es soll hier nicht um Wein und Essen gehen, aber es ist fantastisch, einmal eine Sprache zu lernen, in der Essen und Wein bestellt wird und nicht schlampiger Fastfood. Erst recht in der Sprachschule ABC Palazzo Malvisi mitten in Florenz. Es führen zwei lange Treppen hinauf in die Unterrichtsräume. Und das zu recht. Denn oben angekommen fühlt man sich erhaben. Weil man nun plötzlich etwas Italienisch kann, was einen angenehm abhebt von all den Touristen, die jedes Getränk in English bestellen und die auch nicht verstehen, was danach über sie diskutiert wird.

Danke Boa Lingua, danke der Schule und grazie all den wunderbaren Lehrerinnen und Lehrern. Gerne wieder!

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Gastautor/in

Dabu Bucher. Sänger, Texter & Musiker bei Dabu Fantastic. Er war schon zweimal mit Boa Lingua im Sprachaufenthalt, zuletzt in Florenz!

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