Darum kehre ich mit einem vollen Koffer aus Antibes zurück

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Darum kehre ich mit einem vollen Koffer aus Antibes zurück

Die Wellen des Meeres rauschen, ein kleines Lüftchen weht, Palmen werfen ihre Schatten in den Sandstrand: Den drittletzten Abend meines Sprachaufenthaltes verbringe ich am Strand von Juan les Pins – einem Nachbarstädtchen von Antibes – und lasse die letzten drei Wochen Revue passieren. Drei Wochen ist es her, seit mich die Gastfamilie herzlich am Flughafen willkommen hiess, drei Wochen seit ich das erste Mal eine Besichtigungstour durch Antibes unternommen habe, drei Wochen seit ich in der Sprachschule in Antibes neue Leute aus aller Welt kennenlernte.

Am ersten Schultag wurde ich von meiner Gastfamilie zur Schule gefahren. Dort angekommen, wurden die neuen Studentinnen und Studenten mit einem Glas Orangensaft begrüsst. Gestärkt legten wir dann den Einstufungstest ab. Mit einem etwas mulmigen Gefühl setzte ich mich vor den neunseitigen Test. Nachdem ich aber die ersten paar Aufgaben gelöst hatte, erwachten meine Französischkenntnisse, die ich seit längerem nicht mehr gebraucht hatte, aus dem Winterschlaf. Das lag jedoch vielleicht auch daran, dass in Antibes wahrlich keine Spur von Herbst oder Winter zu spüren war, sondern Sommerfeeling pur herrschte – und das Ende September!

Antibes

In den Gassen von Antibes

Antibes

Der Hafen von Antibes

Anschliessend wurden wir informiert, dass am Nachmittag eine Stadtführung angeboten wird. Froh darüber, das Angebot angenommen zu haben, kann ich sie allen empfehlen, denn man lernt dabei einige Sehenswürdigkeiten von Antibes kennen und erhält einen guten ersten Eindruck von der Stadt. Zudem ist es die optimale Gelegenheit, mit den anderen Sprachschülerinnen und Sprachschülern ins Gespräch zu kommen.

Noch am selben Nachmittag wurde uns das Resultat des Einstufungstests bekannt gegeben, das bestimmte, an welchem der beiden Standorte der Schule unser Unterricht stattfindet. Ich wurde in die Schule „Le Port“, die sich gleich am Hafen von Antibes befindet, eingeteilt. Zumindest für die erste Woche. In der zweiten Woche fand der Unterricht im „Le Château“ – dem Hauptgebäude der Schule – statt. Dadurch konnte ich von den Vorteilen beider Standorte profitieren: Das Schulgebäude am Hafen ist in unmittelbarer Nähe zum Meer und von zahlreichen Shops und Restaurants umgeben. Dafür bietet das „Le Château“ eine fantastische Aussicht über ganz Antibes und befindet sich in nächster Nähe zu meiner Gastfamilie.

Antibes

Sonnenuntergang am Strand von Juan les Pins.

Antibes

Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer ist sehr zu empfehlen

Wieso man trotz Intensivkurs auch die Freizeit intensiv nutzen kann

Obwohl ich den Intensivkurs gebucht habe, blieb nebst dem Unterricht genügend Zeit dazu, Antibes zu entdecken.

Ein klassisches Postkartensujet von Antibes ist der Hafen mit den beeindruckenden Yachten. Beim Bestaunen dieser luxuriösen Wasserfahrzeuge würde man am liebsten gleich selber einsteigen. Wobei – meiner Meinung nach macht das Erkunden der Côte d’Azur schwimmend mindestens genau so viel Spass; so kann man sich nämlich aus nächster Nähe von dem kristallklaren Wasser des Meeres überzeugen.

Ein weiteres Must-See in Antibes ist der Marché provençal. Dieser ist zwar von Dienstag bis Sonntag geöffnet, ich empfehle euch aber, den Markt dienstags oder donnerstags zu besuchen, da er an diesen Tagen besonders viele Marktstände zählt. Leider ist der Marché provençal nur bis 12.00 Uhr geöffnet, daher musste ich ihn jeweils vor dem Unterricht besuchen. Die Früchte, die dort angeboten werden, haben mich jedoch so begeistert, dass ich das frühere Aufstehen gerne in Kauf nahm.

Antibes wäre nicht Antibes ohne seine vielen Gässchen. Die haben es mir besonders angetan. Ich finde, sie verleihen dem Städtchen seine Einzigartigkeit. Am Anfang erschwerten sie zwar die Orientierung, aber dank der Boa Guide App wusste ich immer genau wo ich bin :-).

Nach einem solch erlebnisreichen Tag wird man natürlich auch ein bisschen hungrig. Für Abhilfe sorgen da die vielen Bäckereien, die man an jeder Strassenecke antrifft. Baguettes, Croissants und Macarons muss man hier unbedingt probiert haben!

In Antibes habe ich festgestellt, dass sich Höflichkeit auszahlt. Wortwörtlich. Ich staunte nicht schlecht, als ich auf der Preisliste eines Cafés Folgendes entdeckte:

Un café: EUR 2.50
Un café, s’il vous plaît: EUR 2.00

Man erhält tatsächlich EUR 0.50 Rabatt auf den Kaffee, wenn man die Bestellung freundlich formuliert. Meine Gastfamilie hat mir bestätigt, dass dies nicht das einzige Café in Antibes sei, das dies so handhabt.

Was bleibt, sind die Erinnerungen

Während ich noch immer am Strand von Juan les Pins liege, holt ein Flugzeug am Himmel, das Richtung Osten fliegt, meine Gedanken in die Gegenwart zurück. Mir wird bewusst, dass auch ich in drei Tagen wieder im Flugzeug Richtung Zürich sitzen werde. Leider.

Der Gedanke an das Nachhausegehen fällt mir etwas leichter, wenn ich daran denke, dass ich nicht alleine zurückreise: Mit dabei sind eine Menge neuer Französischvokabeln, ein Adressbuch voller neuer Freunde und sicherlich auch einige Sandkörner vom Strand von Juan les Pins.

Gastautor/in

Mein Name ist Jasmin und ich komme aus der Zentralschweiz. Ich war so begeistert von meinem letztjährigen Sprachaufenhalt in England, dass ich dieses super Erlebnis wiederholen wollte. Dieses Jahr aber in einem französischsprachigen Gebiet - an der faszinierenden Côte d'Azur.

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