Meine Zeit als Demi-Pair in Irland

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Meine Zeit als Demi-Pair in Irland

Für mich war von Anfang an klar, dass ich während meinem Sprachaufenthalt nicht nur zur Schule gehen wollte. Ich wünschte mir auch die fremde Kultur hautnah zu erleben. Deshalb entschied ich mich für das Demi-Pair-Programm. Leider gibt es bei diesem Aufenthalt jedoch nicht so viele englischsprachige Länder zur Auswahl. Sandra von der Boa Lingua Filiale in Basel hat mir dann von Irland vorgeschwärmt, so dass ich sofort Feuer und Flamme war und mich für einen Aufenthalt als Demi-Pair in Irland, genauer gesagt in Bray, entschieden habe.

Der Hafen von Howth - unweit von Bray

Der Hafen von Howth – unweit von Bray

Gastfamilie mit zwei Mädchen

Meine Gastfamilie hatte zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren und wohnte in einem Vorort von Dublin. Sie haben mich von Anfang an sehr nett aufgenommen. Mein Gastvater hat mir am ersten Wochenende gezeigt, wo die Schule der Mädchen ist und wo ich den Bus nach Bray nehmen muss.

Bunter Nationalitätenmix an der Sprachschule

Am ersten Schultag musste ich einen kurzen Einstufungstest absolvieren und anschliessend wurden alle «Neulinge» in die verschiedenen Klassen eingeteilt. Die Nationalitäten am PACE Language Institute sind bunt gemischt. Alle waren mal in der Situation, die oder der Neue zu sein, und so kam man sehr schnell miteinander ins Gespräch. Das Gute ist auch, dass es viele Demi-Pairs an der Sprachschule hat, die alle dieselben Anliegen haben und man sich so mit ihnen austauschen kann.

Auch die Lehrer am PACE Language Institute sind super. Die meisten sind selbst schon viel gereist und haben viel erlebt, so dass sie immer eine Geschichte zu erzählen wissen, was den Unterricht sehr kurzweilig macht.

Im Aufenthalt als Demi-Pair in Irland gibt es einiges zu entdecken - so z.B. die Cliffs of Moher in West-Irland

Im Aufenthalt als Demi-Pair in Irland gibt es einiges zu entdecken – so z.B. die Cliffs of Moher in West-Irland

Ein typischer Tag als Demi-Pair in Irland

Ein typischer Tag sah für mich so aus: Die Schule dauerte von 9.00 bis 13.00 Uhr. Im Unterricht wird sowohl Grammatik und Lesen, als auch die Aussprache geübt. Nach Schulschluss nahm ich den Bus und war etwa eine Dreiviertelstunde später zu Hause. Dann hatte ich schnell Zeit etwas zu Mittag zu essen, denn um 14.15 Uhr musste ich schon wieder aus dem Haus, um die Kinder von der Schule abzuholen.

Bei schönem Wetter verbrachten wir den Nachmittag auf dem Spielplatz, auf dem ich auch viele Au-Pairs traf. Sonst gingen wir direkt nach Hause, um einen kleinen Snack zu essen. Anschliessend war es Zeit für die Hausaufgaben.

Feierabend hatte ich um ca. 18.00 Uhr. Um diese Zeit gab es auch bereits Abendessen, welches meine Gastmutter kochte. Später hatte ich meist noch etwas für die Schule zu erledigen. Anschliessend war der Tag auch schon fast wieder vorbei.

Jeden Montag war Kleiderbügeln angesagt und donnerstags staubsaugen. Zweimal in der Woche ging ich ins Zumba, was ein guter Ausgleich zu Schule und zu Familie war. Am Freitagnachmittag hatte ich meistens frei. Ungefähr einmal in der Woche musste ich abends Babysitten. Am Wochenende habe ich eigentlich immer Ausflüge mit Leuten von der Schule gemacht. Sei es nach Dublin oder auch mal etwas weiter weg nach Galway.

Bei manchen Gastfamilien wirst du zu einem richtigen Familienmitglied und ihr unternehmt viel zusammen. Das war bei mir nicht der Fall, was aber auch in Ordnung war. 

So viel gelernt wie noch nie zuvor

In den drei Monaten im Sprachaufenthalt in Bray habe ich so viel gelernt, wie noch nie in so kurzer Zeit. Einerseits über mich und andererseits auch über die Kultur von Irland. Natürlich konnte ich auch mein Englisch extrem verbessern und habe vieles schätzen gelernt, was für mich vorher selbstverständlich war.

Alles in allem hat mir meine Zeit als Demi-Pair in Irland super gefallen und ich würde es sofort wieder machen.
Blauer Himmel und Sonnenschein - nichts alltägliches im Winter in Irland

Blauer Himmel und Sonnenschein – nichts alltägliches im irischen Winter

Abschliessend habe ich noch ein paar Tipps für einen Aufenthalt in Irland für euch zusammengestellt:

  • Wenn ihr mit dem Bus fahren wollt, gebt dem Fahrer ein Zeichen, dass ihr einsteigen wollt. Sonst fährt er einfach weiter – ich habe deswegen ein paar Mal den Bus verpasst, bis ich das Prinzip verstanden habe. Nehmt auch die Abfahrtszeiten auf den Busfahrplänen nicht zu genau. Die Busse kommen, wann sie kommen. Die Züge und Luas (Trams) dagegen fahren sehr pünktlich.
  • Die Züge und Busse fahren auch am Wochenende nur etwa bis um 1 Uhr morgens. Wenn ihr also in ein Pub gehen wollt, geht besser frühzeitig. So machen es übrigens auch die meisten Iren. Merkt euch auch, dass ein halbes Pint nur für Touristen ist. Ein richtiger Ire trinkt ein Ganzes, mussten wir feststellen. 😉
  • Ich habe mir für meinen Demi-Pair-Aufenthalt nicht die beste Jahreszeit ausgesucht. Vor allem im Februar hat es fast nur geregnet, aber ab April wurde das Wetter immer besser. Ich kann euch also empfehlen, lieber im Sommer nach Irland zu gehen.
  • Macht so viele Ausflüge wie möglich und geht unbedingt an die Westküste Irlands. Diese habe ich persönlich am schönsten gefunden. Die Fernbusse sind übrigens extrem günstig.
  • Geniesst den Aufenthalt in vollen Zügen, dann wird es eine unvergessliche Zeit.

Gastautor/in

Hallo, ich heisse Saskia und bin 20 Jahre alt. Mein Sprachaufenthalt in Irland ist relativ kurzfristig zustande gekommen. Ende November 2016 hatte ich mit Sandra von Boa Lingua Basel einen Termin. Ich wusste schon damals, dass ich während des Aufenthaltes nicht nur zur Schule gehen wollte, sondern mir auch wünschte, die fremde Kultur hautnah zu erleben. Deshalb entschied ich mich für das Demi-Pair-Programm und knappe zwei Monate später ging mein Abenteuer auch bereits los.

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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