„Der Nanny“ vs. Demi-Pair – yes, no, c’mon!

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„Der Nanny“ vs. Demi-Pair – yes, no, c’mon!

Dank unserer Zusammenarbeit mit Warner Bros. konnten wir es unserer Kundin Julie ermöglichen, ihren Demi-Pair-Aufenthalt mit dem deutschen Film „Der Nanny“ mit Matthias Schweighöfer zu vergleichen. Julie war Ende letzten Jahres für drei Monate in Irland, um Englisch zu lernen und Kinder einer Gastfamilie zu betreuen. Nach dem Film wollte ich wissen, was sie während ihrem Aufenthalt erlebt hat und ob sie sich im Film wiedererkennen konnte.

Demi-Pair Kundin Julie

Demi-Pair-Kundin Julie (in der Mitte) mit mir und meiner Arbeitskollegin

Dein Demi-Pair-Aufenthalt liegt erst gut zwei Monate zurück. Wie sind deine Erinnerungen?
Es ist zwar erst zwei Monate her, aber ich kann mich nicht genau an alles erinnern. Jedoch habe ich die besten, lustigsten und traurigsten Erlebnisse noch genau vor Augen und erinnere mich gerne an diese Erfahrungen zurück.

Was war dein bestes Erlebnis?
Eines meiner besten Erlebnisse war, als ich mit den Mädchen unsere ‚Time Capsule‘ nach 3 Monaten aufgemacht habe. Wir hatten Zeichnungen von uns, Gegenstände, die wir für passend hielten, und Briefe für uns gegenseitig eingeschlossen. Leider war die Schokoladen-Alu-Box nicht sehr wasserdicht (was sehr schlecht ist in Irland.. :P) und alles war durchnässt. Doch zum Glück konnte man die Briefe noch lesen und die Mädchen fanden es auch lustig. Ich nahm das ganze Spektakel auf und schaue es mir immer noch ab und zu an, wie ich auch die Briefe immer wieder lese.

Was hast du mit den Kindern unternommen? Achtjährigen kann man ja noch keine Partys erlauben – wie im Film.
(Lacht) Nein, zum Glück hatten sie mit Partys und so noch nichts am Hut. Ihre ‚verbotene Leidenschaft‘ war es, Süssigkeiten kaufen zu gehen und sie probierten alles mögliche, um so oft wie möglich hinzugehen. Zudem sind wir noch in den Park mit dem Hund spazieren gegangen, einmal haben wir einen Ausflug ins Kino gemacht, stundenlang Hausaufgaben gelöst und viele Spiele gespielt wie auch auf dem Heimweg verschiedene Gangarten ausprobiert.

Du hast uns erzählt, dass du immer noch mit deiner Familie in Kontakt bist. Per Brief!? Besuchst du sie auch wieder mal?
Ja genau. Mit den Mädchen haben wir abgemacht, dass wir uns gegenseitig Briefe schreiben bis wir sterben.. 😉 Ich finde den Gedanken schön, da schon meine Mutter immer noch mit ihren Kindern aus ihrer Aupair-Zeit Kontakt hält und sie eine wunderbare Beziehung haben. Hoffentlich wird es bei mir ähnlich. 🙂 Und ja, wir würden uns gerne wiedersehen, ob es klappt und wann, steht aber leider noch in den Sternen.

Du hast den Film „Der Nanny“ gesehen und selber während 12 Wochen Kinder betreut. Siehst du Parallelen?
Mit diesem Film? (Lacht) Also meine zwei Mädchen waren zum Glück nicht so wie Winnie und Theo und die Familie war genau wie man sich eine Familie vorstellt. Sie halten in jeder Situation zusammen und können über alles sprechen, was im Film leider anders war. Aber gewisse Parallelen kann man vielleicht schon sehen. Als Nanny hat man die Funktion, die Familie zu unterstützen und zu helfen, wo und wie man kann. Man muss aber auch wissen, wann man sich zurückziehen und sie unter sich lassen soll. Dies zeigt Clemens in diesem Film auf schöne Weise. Auch dir selber hilft der Job als Nanny. Bei Clemens war es, dass er neue Freunde gewonnen hat und sein Wohnviertel retten konnte. Bei mir waren es auch neue Freundschaften und Selbsterkenntnis (wie man wo reagiert und wie man wirklich denkt).

Was hast du komplett anders erlebt, als es im Film dargestellt wurde?
Ich musste zum Glück keinen einzigen Streich erleben und wie schon gesagt, musste ich nicht die Familie zusammenbringen, da sie schon vorher einen grossen Zusammenhalt hatte.

Wem würdest du einen Demi-Pair-Aufenthalt empfehlen? Und warum?
Ich würde es jedem empfehlen, der Kinder mag und mit ihnen umgehen kann und will. Jemandem, der seine Sprachkenntnisse innerhalb der Gastfamilie verbessern möchte und einverstanden ist, auch manchmal am Wochenende arbeiten zu müssen (musste ich glücklicherweise nie). Man wird ein Teil der Familie und muss das akzeptieren.

Würdest du nochmal einen Demi-Pair-Aufenthalt oder eher einen „gewöhnlichen“ Sprachaufenthalt machen?
Ich würde auf jeden Fall wieder als Demi-Pair gehen, da ich auch in einer super Familie gelandet bin und diese Zeit sehr genossen habe. Ich verstehe aber andere Au-Pair, die eine weniger nette Familie hatten, die nicht mehr als Demi-Pair gehen würden. Demi-Pair ist einfach toll, weil man sich sprachlich noch stärker verbessern kann. Denn man wird von einheimischen Kindern korrigiert und hat weniger Hemmungen, mit ihnen zu kommunizieren als mit erwachsenen Fremden.

Was nimmst du aus dieser Zeit mit?
Ich nehme wunderbare Erinnerungen mit – gute und schlechte. Auch habe ich mein Englisch um einiges verbessert und vermisse diese Sprache hier. Ich habe tolle neue Leute aus aller Welt kennengelernt (vor allem aber aus Europa) und werde die Freundschaften so lange wie möglich pflegen. Wir möchten schon nächstes Jahr ein Treffen in Italien planen, wenn alle wieder zu Hause sind.

Wie hat dich diese Zeit in Irland verändert?
Ich bin selbstbewusster und weiss mehr über mich und meine Wünsche. Ich habe  nach diesem Aufenthalt mehr ein Gefühl für mich selbst, nutze die Erfahrungen, die ich dort erlebt habe, fast täglich und habe viel aus ihnen gelernt. Ich muss ehrlich sagen, ich vermisse diese Zeit dort sehr.

Jetzt im Kino

Seit letztem Donnerstag ist der Film „Der Nanny“ im Kino zu sehen. Wir sind gespannt auf deine Meinung und wünschen schon jetzt viel Vergnügen mit dem neusten Streifen von und mit Matthias Schweighöfer.

Sprache lernen und Einblick in den Familienalltag erhalten
Der Nanny im Film hatte mit „Yes, No, Come on“ nur spärliche Englischkenntnisse. Möchtest du deine eigenen Sprachfähigkeiten verbessern? Unsere Sprachreise-Experten helfen dir gerne bei der Suche nach der geeigneten Destination.
Rahel Stössel

Rahel Stössel

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

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