Sprachaufenthalt in Nizza

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Sprachaufenthalt in Nizza

Nadine Gloor packte für ihren Sprachaufenthalt in Nizza ihre Flip-Flops in den Koffer ein. Die anfänglichen Sprachbarrieren verschwanden ganz schnell und mit ihren neuen Freunden erlebte sie unvergessliche Momente.

Nach knapp zwölf Jahren Französisch Unterricht konnte ich kaum einen Satz fliessend sprechen. Dem wollte ich ein Ende setzen. Also informierte ich mich über Sprachaufenthalte in Frankreich und fand die Schule „IDIOM“ in Nizza. Sechs Monate später sass ich im Flugzeug in Richtung Côte d’Azur. Nachdem ich bei meiner Ankunft herzlich von meiner Madame (so nannten wir unsere Gastmütter scherzhaft) empfangen wurde, gestaltete sich auch der erste Schultag an der Sprachschule in Nizza erfreulich. Die ersten Kontakte wurden geknüpft und einige unsichere Sätze auf Französisch gesprochen.

Bessere Eiscrème als in Italien
Da der 15. August ein „jour ferié“ war, also ein Ferientag, beschlossen meine neuen Freunde und ich, Antibes zu besuchen. Das Städtchen liegt ca. 30 Minuten Zugfahrt von Nizza entfernt und ist bekannt für seinen Hafen, seine Altstadt und für die Wanderung um das Kap von Antibes. Gleich nach der Ankunft gingen wir auf Fotojagd zum Hafen. Eine Yacht war grösser als die Andere! Wir machten uns auch gleich schlau über die Preise für eine Yacht-Miete. Leider überstiegen diese knapp unser Budget 🙂 … Nach der Hafen besichtigten wir die Altstadt und den Markt. Hier kamen wir auch erstmals während unserem Sprachaufenthalt in Frankreich in Kontakt mit einer Spezialität der Côte d’Azur: Socca. Dies ist eine Art Omelette, gemacht aus Kichererbsen-Mehl. Socca wird zum Aperitif gegessen und ist relativ mastig. Nach dieser kleinen Zwischenmahlzeit durfte natürlich auch eine kleine Shoppingtour nicht fehlen! Die Altstadt besteht aus vielen süssen Gässchen, reich an Läden, Restaurants, Bars und Gelaterias. Die Glacés sind ebenso gut wie in Italien, nur viel artenreicher! Es gibt neben den klassischen Sorten auch recht abenteuerliche Aromen wie Oliven-, Krautstiel-, Kinder Bueno-, Nutella-, Barbapapa- oder Cookiesglace.

Über Stock und Stein mit Flip-Flops
Nach diesen kulinarischen Erlebnissen fühlten wir uns bereit für die Wanderung. Ausgerüstet mit Flip-Flops, jedoch dummerweise ohne Wasser, fuhren wir mit dem Bus zum Start unseres Marsches. Das war zumindest unsere Annahme. Vorerst irrten wir 20 Minuten herum bis uns ein freundliches französisches Pärchen half den richtigen Weg zu finden. Dieser war zuerst gesäumt von wunderschönen Traumvillen, die wir neidisch betrachteten. Wir malten uns aus, wie es wohl wäre, dort zu wohnen. Schlussendlich konnten wir eine fantastische Aussicht auf das azurblaue Meer geniessen. Erst jetzt begann die eigentliche Wanderung. Wir marschierten über eine Stunde lang der steinigen Küste entlang und waren fasziniert von den vielen kleinen Buchten und den verschiedenen Farbnuancen des Meeres. Schlussendlich holte uns aber der Durst ein und unsere Füsse begannen zu schmerzen. Baden blieb uns leider auch verwehrt, da es zu gefährlich gewesen wäre, die steilen Felsen hinab zu steigen. Schliesslich waren wir alle unendlich erleichtert den Sandstrand am Horizont zu erblicken! Herrliches 1.5 Liter Vittel und kühles Meerwasser heilte schnell alle unsere Wunden.
Als krönenden Abschluss fanden wir am Abend auf Anhieb ein kleines, französisches Restaurant, wo uns frische Muscheln mit Pommes Frites serviert wurden. Während dem Dessert, einem Crêpe sucré natürlich, sorgten zwei Jungs mit einem Bass und einer Gitarre für die richtige Stimmung. Wehmütig machten wir uns danach auf den Heimweg nach Nizza. Und was haben wir gelernt an diesem Tag? Natürlich Französisch und… dass man besser nicht mit Flip-Flops wandern gehen sollte.

michele

Sizilianische Wurzeln, in der Schweiz aufgewachsen, in Hamburg studiert, in Berlin verliebt, in Tschechien geheiratet und in Italien dreimal Papi geworden. Wenn ich nicht koche, fahre ich am liebsten Velo oder musiziere.

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