Eine kulinarische Reise durch London

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Erfahrungsberichte und Expertentipps

Eine kulinarische Reise durch London

In kaum einer anderen Stadt treffen so viele verschiedene Nationen und Kulturen aufeinander wie in London. Mehr als ein Drittel der acht Millionen Einwohner wurden ausserhalb von Grossbritannien geboren. Bei solchen Zahlen ist es nicht erstaunlich, dass sich diese Internationalität auch auf das kulinarische Angebot der Stadt auswirkt.

Dinner im höchsten Garten Londons: Ausblick auf The Shard inklusive

Dinner im höchsten Garten Londons: Ausblick auf The Shard inklusive

Ob traditionelle oder moderne Küche, indonesisch oder spanisch, Take-Away oder Gault-Millau – die Essensvielfalt in London ist nahezu endlos, und mit über 6’000 Restaurants hat man schnell mal die Qual der Wahl. Würde man jedes Restaurant in London einmal besuchen wollen, bräuchte man dafür mehr als 16 Jahre! Dass ich in meinen knapp drei Jahren in London also nicht alles testen konnte, scheint völlig legitim. Immerhin habe ich es geschafft, mich durch einige der Speisekarten zu essen:

Sunday Roast – Das britische Sonntagessen

Beginnen wir traditionell britisch. Ein Sunday Roast ist ein Muss, wenn du im Sprachaufenthalt in London (und nicht Vegetarier) bist. Einen Restauranttipp braucht es dafür eigentlich nicht. Denn es gibt kaum ein Pub, welches sonntags keinen Roast auf seiner Mittagskarte hat. Und Pubs gibt’s in London bekanntlich an jeder Strassenecke. Suche dir also ein gemütliches Pub bei dir um die Ecke oder eines mit einem schönen Biergarten. Der Sonntagsbraten – im Normalfall stehen Rind, Schwein und Geflügel zur Auswahl – wird mit Ofenkartoffeln, Gemüse und Yorkshire Pudding, einer Beilagenspezialität aus Mehl, Eiern und Milch, serviert. „Runterspülen“ lässt sich das Ganze am besten mit einem Pint oder einem feinen Glas Rotwein.

Indisch – ein Stück Indien in London

Die grösste Ausländergruppe in London sind heute Inder. In London ein Curry zu essen, fühlt sich dementsprechend schon fast an, als würde man die einheimische Küche geniessen. Wie beim Sunday Roast empfehle ich, den „lokalen Inder“ ausfindig zu machen: Frage deine Gastfamilie oder auch die Lehrer an der Sprachschule. Ich bin sicher, dass dir jeder das beste Curry weiterempfehlen kann. Wenn du dich im Soho oder Covent Garden aufhältst, lohnt sich ein Besuch im Dishoom. Schlenderst du durch das Business-Viertel Londons, kannst du dich bei einem Chicken Tikka Masala im Bangalore Express unweit der Stationen «Bank» und «Monument» stärken. Den authentischsten Indian Food gibt’s aber in East Ham im Osten der Stadt. Egal, in welches Restaurant du gehst, in East Ham erwartet dich echtes Indien.

Indisches Curry gehört in London schon fast zur einheimischen Küche

Indisches Curry gehört in London schon fast zur einheimischen Küche

Tapas – Häppchen und Schnäppchen

Was gibt es Besseres, als nach einem strengen Schul- (oder Shopping-) Tag zurückzulehnen und sich mit seinen Freunden bei einem kühlen Getränk und einigen Häppchen auf den Abend einzustimmen? Was im Sprachaufenthalt in Spanien gang und gäbe ist, kann selbstverständlich auch in London gemacht werden. Mein Lieblings-Tapasrestaurant ist Salvador & Amanda und liegt ganz zentral im Covent Garden. Eine zweite Filiale gibt’s unweit davon im Quartier Bloomsbury. Bei Salvador & Amanda kann man sich so richtig die Bäuche vollschlagen – und dies übrigens auch mit kleinem Budget. Mit der Taste Card (dazu gleich mehr) kriegst du hier nämlich 50% auf deine Tapas, wenn du im Voraus reserviert. Die Taste Card ist eine Rabattkarte, gültig in ausgewählten Restaurants, und lohnt sich, falls du mehrere Wochen im Sprachaufenthalt in London weilst.

Steak – Triff die richtige Wahl

Mit den Steak-Restaurants in London ist das so eine Sache. Während es viele richtig gute Restaurants gibt, hat es leider auch andere. Insbesondere die Restaurantketten an den grossen Touristenplätzen würde ich vermeiden. Heisst aber nicht, dass man mitten im Kuchen nichts Gutes finden kann. So zum Beispiel das Flat Iron an der Beak Street, ganz in der Nähe vom Picadilly Circus. Das kleine, stilvolle Restaurant brilliert mit seinen Steaks – und seinen Wartezeiten. Reservieren kann man hier nämlich nicht. Es lohnt sich deshalb, etwas Geduld mitzubringen, wenn man abends dahin will. Nicht so zentral gelegen, dafür umso besser, ist das Roxie Steak – mein Geheimtipp! In seinen vier Restaurants in Fulham, Putney, Earlsfield und Battersea zaubert das von Südafrikanern gegründete Steakhouse meiner Meinung nach die leckersten Steaks und Beilagen auf den Tisch.

Street-Food-Paradies Camden Lock Market

Street-Food-Paradies Camden Lock Market

Street Food Markets – die Welt zu Besuch in London

Im Sprachaufenthalt in London kommt ihr nicht um die tollen Food Markets herum (zumindest hoffe ich das). Hier gibt es wirklich alles, was ein Foodie-Herz höher schlagen lässt und man kann sich querbeet durch die verschiedensten Nationalgerichte essen. Der wohl bekannteste Markt ist der Borough Market bei der London Bridge. Immer einen Besuch wert sind aber auch der Brick Lane und der Camden Lock Market in den trendigen In-Quartieren Shoreditch und Camden. Neben dem Streetfood gibt’s hier auch coole Designer-Möbel, Vintage-Fashion oder Kunstwerke zu kaufen. Etwas weniger bekannt, aber nicht minder interessant ist der Leather Lane Market unweit des Quartiers Clerkenwell. Für Falafel-Liebhaber empfehle ich hier einen Besuch bei Chick. Hier gibt’s den wohl besten Falafel, den ich je gegessen habe. Wer Lust auf etwas Herzhaftes hat, tut sich gut mit einem Cheese Toastie von Grill My Cheese – offiziell die besten Toasties in London.

Dinner with a View – hoch hinaus in London

Du bist auf der Suche nach etwas nicht Alltäglichem? Wie wär’s mit einem Abendessen „with a view“? Hier musst du zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, die Aussicht aber ist sprichwörtlich unbezahlbar. Im Fenchurch-Restaurant im „Walkie-Talkie“ kannst du nicht nur fein essen, du kannst danach sogar noch durch Londons höchsten Garten, den Sky Garden, schlendern. Ein unvergessliches Erlebnis bietet sicher auch ein Essen im Restaurant Aqua im The Shard, dem 310 Meter hohen Glasturm, der die Besucher mit seiner atemberaubenden Aussicht anlockt. Wem ein Nachtessen um 20 Uhr zu spiessig ist, der ist im Restaurant Duck and Waffle im Heron Tower gut aufgehoben. Das Restaurant, welches, wie der Name verrät, Enten und Waffeln (und noch vieles anderes) auftischt, ist nämlich 24 Stunden, sieben Tage die Woche, geöffnet. Du siehst – die Möglichkeiten, in London seinen Hunger zu stillen, sind extrem vielfältig. Und ich habe noch nicht mal von Brunch, Afternoon Tea oder Fish & Chips zu schwärmen begonnen…

Was sind deine Lieblingsrestaurants in London? Verrate es uns im Kommentar!  

Susanne Moore

Susanne Moore

Nach drei erlebnisreichen Jahren in London ist Susanne bei Boa Lingua für das Social Media Management zuständig. Zuvor hat sie einen Sprachkurs in San Diego besucht und für ein halbes Jahr in Paris studiert. Susanne hat eine Leidenschaft fürs Reisen, die internationale Küche und den Laufsport.

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