Eine Woche in Quito – meine Erfahrungen und Tipps

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

Eine Woche in Quito – meine Erfahrungen und Tipps

Blick auf den Vulkan Quilotoa unweit von Quito

Blick auf den Vulkan Quilotoa unweit von Quito

Im Rahmen des Programms «Travelling Classroom» war ich für eine Woche in Quito. Quito ist die ideale Destination, um mit dem «Travelling Classroom» oder mit einer Reise zu starten. In der Hauptstadt von Ecuador kann man sich bestens an die neue Kultur gewöhnen, sich akklimatisieren und sich dann von dort immer weiter ins Land hineinwagen. Die tropische Stadt liegt auf fast 3000 Metern Höhe und deshalb kann es je nach Jahreszeit auch kalt werden und regnen. Da die Grossstadt nur zwanzig Kilometer südlich vom Äquator liegt, ist ein Ausflug zum Mittelpunkt der Erde deshalb auch gleich Teil des «Travelling Classroom»-Programms.

Spanischunterricht in Quito

Die Sprachschule Andean Global Studies befindet sich in El Batán, dem modernen und sicheren Zentrum der Stadt. Fast alle Gastfamilien und Studentenresidenzen befinden sich fünf bis 15 Minuten zu Fuss von der Schule entfernt. Wir hatten jeweils von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr Unterricht und der Nachmittag war frei für diverse Aktivitäten. Das Programm war bestens organisiert, da eine Person extra für uns zuständig war – danke Javier!

Was man in Quito gesehen haben muss?

Äquator – der Mittelpunkt der Erde

Das bekannte Äquator-Monument befindet sich etwas abseits der Äquatorlinie

Das bekannte Äquator-Monument befindet sich etwas abseits der Äquatorlinie

Ein Besuch der «Mitte der Erde» ist definitiv ein Muss, wenn du in Quito bist. Exakt auf dem Äquator mit dem Breitengrad 00° 00′ 00″ zu stehen, ist ein spezielles Gefühl. Wir haben mit einem Guide verschiedene Tests durchgeführt, um die Auswirkungen des Äquators zu testen. Zum Beispiel mussten wir unsere Arme hochhalten und jemand hat die Arme heruntergedrückt – einmal direkt auf dem Äquator und einmal einen Meter daneben. Auf dem Äquator war es viel schwieriger, die Arme oben zu halten – gemäss Test. Wer ein Zertifikat ergattern wollte, musste ein rohes Ei auf einen kleinen Nagel legen und dies musste für zehn Sekunden stehen bleiben. Ich hab’s versucht, jedoch erfolglos. Ich war kritisch eingestellt gegenüber den Tests.

Nachdem wir die Tests auf der Äquatorlinie abgeschlossen hatten, machten wir uns auf den Weg zum eigentlichen Denkmal. Dieses liegt nicht direkt auf dem Äquator und doch ist es das Touristenmagnet, bei dem alle ihre Fotos machen. Das Monument wurde vor gut 300 Jahren gebaut. Damals ist man davon ausgegangen, dass dies der Äquator war: für diese Zeit eine wirklich beachtliche Leistung! Auch haben wir ein kleines Schild entdeckt, welches besagte, dass die Tests nur ein Mythos seien. Der Einfluss des Äquators könne nicht aufgrund eines einzigen Meter Abstands gemessen werden, sondern dies müsste über eine grössere Distanz erprobt werden. Ob diese Tests nur für die Touristen gedacht sind?

Cable Car – eindrückliche Aussicht über Quito

Eindrückliche Aussicht über die Grossstadt Quito

Eindrückliche Aussicht über die Grossstadt Quito

Was man in Quito ebenfalls gesehen haben sollte, ist der Cable Car. In zehn Minuten fährt man mit einer kleinen Seilbahn von 2850 auf 4050 Höhenmeter. Die Aussicht von der Bergstation ist sehr beeindruckend. Es hat mir zum ersten Mal gezeigt, wie gross Quito eigentlich ist – perfekt, wenn man nur eine Woche in Quito ist. Die Stadt erstreckt sich insgesamt über 30 Kilometer.

Quilotoa Lake – der Kratersee in den Anden

Blick auf den Kratersee Quilotoa Lake

Blick auf den Kratersee Quilotoa Lake

Empfehlenswert ist auch ein Ausflug zum Quilotoa Lake. Wir haben diesen Trip am Samstag als Tagesausflug unternommen. Der Quilotoa Lake ist ein Salzwassersee, der sich in einem riesigen Vulkankrater gebildet hat. Man kommt am oberen Ende des Kraters an und läuft dann hinunter zum See. Dies dauert gut eine Stunde und ist zwar anstrengend, aber gut machbar. Mit Kayaks sind wir jeweils zu zweit über den See gepaddelt. Das «Problem» kommt erst am Schluss: Wer zum See hinunter läuft, muss auch wieder hinauf. Aufgrund der sehr dünnen Luft war dies extrem anstrengend. Daher gibt es Pferde, welche «Touristen ohne Energie» wieder nach oben bringen. Die Pferde sahen aber genauso geschwächt aus. Ich habe den Aufstieg deshalb selber in Angriff genommen, auch wenn sehr langsam.

In Quito wird einem nicht langweilig. Die Zeit verging rasend schnell und ich hätte gut noch länger bleiben können. Für mich ist Quito die perfekte Destination, um ein Südamerika-Abenteuer zu starten.

 

Joris berichtet auf unserem Blog in regelmässigen Abständen von seinen Erlebnissen im Rahmen des «Travelling Classrooms» in Ecuador. Bisher erschienen sind die folgenden Artikel:

Südamerika entdecken per «Travelling Classroom»

Anreise nach Ecuador: Meine Erfahrungen

Spanischunterricht im Dschungel

«Travelling Classroom»: Top 5 Aktivitäten

Gastautor/in

Ich bin Joris, 22 Jahre alt und wie viele unter uns, liebe ich es zu reisen. Ich habe bisher schon drei Sprachaufenthalte gemacht – in Cambridge, New York und Hawaii. In Zusammenarbeit mit Boa Lingua habe ich 2014 als «Der New Yorker» einen Monat lang über meine Erlebnisse in der Millionenstadt New York berichtet – eine unvergessliche Erfahrung. Auf der Suche nach neuen Abenteuern entdecke ich nun einen neuen Kontinent: Südamerika.

Gastautor/in

Gastautor/in

Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

Weitere Posts von

HINTERLASSE DEINEN KOMMENTAR