Erlebnis-Sprachaufenthalt auf La Réunion

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Erlebnis-Sprachaufenthalt auf La Réunion

Als wir letztes Jahr unsere Sprachschule auf La Réunion in unser Sprachreise-Angebot aufgenommen und uns all die traumhaften Bilder angelacht haben, war uns klar: Da müssen wir hin! Gedacht, gebucht, getan. Nach einem zweiwöchigen Französischkurs an der DP Langues in St. Paul und einer weiteren Ferienwoche auf der Insel sind wir restlos überzeugt und können einen Sprachaufenthalt auf La Réunion wärmstens empfehlen.

Die Insel La Réunion von oben

Die Insel La Réunion von oben

Wir – das sind Rahel Stössel (Social Media Manager) und Sandra Stuber (Texterin) – haben uns für den Mai entschieden, da er quasi dem tropischen Herbst entspricht und ideal für Outdoor-Aktivitäten ist – mit vielen Sonnenstunden und wenig Regen, ohne Tropenstürme und mit kühleren Temperaturen als zur Hauptsaison zwischen Dezember und Februar. Unsere Wetter-Erwartungen wurden durchweg erfüllt: Von wenigen Schauern abgesehen waren wir auf La Réunion mit warmen Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad und reichlich Sonne gesegnet, der wir dank leicht klimatisierter Klassenzimmer, windiger Strände und küstennaher Hügel aber auch leicht entfliehen konnten.

Für den rund zwölfstündigen Flug ins Paradies wählten wir die Verbindung mit Air France und anschliessend Air Austral via Paris Charles de Gaulle. Im Gegensatz zur reinen Air-France-Verbindung hat diese den Vorteil, dass man den Flughafen in Paris nicht wechseln und sich den damit verbundenen Stress antun muss. Die Berichte einiger Kursteilnehmer waren uns Bestätigung genug, dass wir richtig entschieden hatten.

La Réunion: Inselparadies abseits des Massentourismus

Wir mit dem Schulleiter David Penkert

Wir mit dem Schulleiter David Penkert

In der Hauptstadt St. Denis angekommen, wussten wir zwar, dass wir uns auf französischem Boden und damit sogar in der EU befanden. Festland-Gefühle wollten trotzdem nicht aufkommen. Der beim Landeanflug erspähte Indische Ozean und die feuchte Wärme, die uns beim Aussteigen entgegenschlug, sorgten sofort für echte Insel- und Ferienstimmung. In den kommenden Wochen durften wir La Réunion in all seinen kreolischen und festland-französischen Facetten kennenlernen und können dem Übersee-Departement nun eine wunderbare Mischung aus insularer Exotik sowie hohem Lebensstandard und Sauberkeit des Mutterlandes attestieren.

Die Währung ist Euro, das Mietauto erhält man gegen den schweizerischen Führerausweis, gefährliche Tiere gibt es nicht und von exotischen Krankheiten blieb die Insel bisher ebenfalls verschont. Unsere einzige Herausforderung blieb somit das Französischreden – eine Hürde, derentwegen wir schliesslich angereist waren und der wir uns ausgiebig stellen durften. Denn zum einen ist La Réunion (im Gegensatz zur Nachbarinsel Mauritius) ein noch immer wenig bekanntes Reiseziel und daher nicht von Touristen überflutet. Zum anderen gesellen sich zu den kreolisch-französisch sprechenden Inselbewohnern aller Hautfarben und religiöser Gesinnung viele «Métros», wie die ausgewanderten Festland-Franzosen genannt werden. Eine spannende Menschenmischung, in der wir uns stets willkommen, wohl und sicher gefühlt haben und die unserem schlummernden Schulfranzösisch zu neuem Leben verhalf.

Sprachschule DP Langues

Sprachschule DP Langues

Im tropischen Garten entspannen

Während sich viele Einheimische mit ihrer kreolischen Abwandlung des Französischen das Leben leicht machen, ackerten wir uns im Sprachkurs durch die komplexe Hoch- und Insel-Amtssprache. Kleine Lerngruppen mit nur drei bzw. vier Personen und ein abwechslungsreicher morgendlicher Unterricht sorgten für gute Laune und schnellen Lernfortschritt. Die tägliche Anzahl Kursstunden richtet sich übrigens nach der Anzahl Teilnehmer. Eine Einzelperson erhält allerdings 1,5 Stunden und die maximale Kursdauer beträgt vier Stunden.

Garten der Sprachschule DP Langues

Garten der Sprachschule DP Langues

Die Lektionen waren lehrreich und doch locker genug, dass viel Zeit für Freizeitaktivitäten blieb. Ein absolutes Muss, denn La Réunion ist enorm vielfältig! In einer anfänglichen Inforunde und auf einem Aushang in der Schulküche erfuhren wir von den täglichen Aktivitäten, die die Schule entweder organisiert oder als Tipp gibt. Bei Fragen und für weitere Ideen konnten wir uns jederzeit an das superfreundliche Schulpersonal wenden. Auch an der Schule selber lässt es sich gut und gerne verweilen. In der Küche stehen gratis Wasser und Kaffee sowie ein Kühlschrank für mitgebrachtes Essen bereit. Zum Lernen, Essen oder Relaxen lädt ein hübscher tropischer Garten ein, der auch Haupttreffpunkt in den Pausen ist.

Das Navi, dein Freund und Helfer

Gecko an der Aussenwand des Schulgebäudes

Gecko an der Aussenwand des Schulgebäudes

Für Aktivitäten und den Schulweg empfiehlt die Schule ein Mietauto. Nach drei Wochen Inselerkundung können wir das nur unterschreiben: das Auto ist das wichtigste Transportmittel auf La Réunion. Ohne Auto stellen wir es uns eher mühsam vor, da die Busverbindungen, wie in vielen Ländern, nicht unserem gewohnten Schweizer Standard entsprechen und man zu viel kostbare Zeit verliert. Auto und Navi wurden somit nebst den netten Mitlernenden sofort zu unseren besten Reisefreunden und -helfern. Dem réunionnaisischen Fahrstil und der ungefähren GPS-Genauigkeit sollte man ganz im insularen Ferienmodus begegnen. 😉

Maximaler Lernfortschritt

Für uns war klar, dass wir bei einer Gastfamilie wohnen wollten – natürlich getrennt, um nicht in Versuchung zu kommen, Deutsch zu reden. Die DP Langues erfüllte uns diesen Wunsch gleich doppelt: Die erste Kurswoche weilte jede von uns in einer Gastfamilie im hügeligen Teil von St. Paul, in der zweiten wechselten wir dann in je eine Familie in Strandnähe. Mit unseren Gastfamilien waren wir sehr glücklich, haben dort viel gelernt und können diese Unterkunftsart für maximalen Lernfortschritt nur allen ans Herz legen.

Von den Vorstadthängen hat man eine tolle Aussicht und geniesst viel Ruhe und ein angenehm-kühleres Klima. Unten am Strand hat man mehr Ausgangsmöglichkeiten und eine belebtere Umgebung. Je nach Lage muss man hier aber mit dem ein oder anderen Moskito rechnen. Die «crème anti-moustiques» wurde daher schnell fester Bestandteil unseres Reisegepäcks und Französisch-Wortschatzes. Aber keine Sorge, von nervigem Jucken abgesehen sind die Mücken auf La Réunion absolut harmlos.

Während wir uns nun durch unsere zahlreichen Ferienbilder klicken, auf denen uns unsere eigenen glücklichen Gesichter anstrahlen, überkommt uns eine angenehme Wehmut. Die drei Wochen hätten wir problemlos verlängern können, denn trotz ihrer bescheidenen Grösse ist die Gefahr klein, dass einen der Inselkoller überkommt. Dafür bietet La Réunion einfach zu viel! Was genau, erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag „Aktivitäten auf La Réunion.

Gastautor/in

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

Sandra Stuber

Sandra Stuber

Sandra ist die Textfee bei Boa Lingua. Sandstrände, wilde Weiten, schmucke Städtchen – sie schreibt über so viele wundervolle Sprachreise-Destinationen, dass sie immer wieder ins Schwärmen gerät und manchmal sogar neidisch auf ihre Texte ist.

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