Farmstay – Leben wie im Film

Sprachaufenthalte weltweit

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Farmstay – Leben wie im Film

«Amazing» – das beschreibt mit einem Wort meinen Sprachaufenthalt in Kanada mit anschliessendem Farmstay. Ich könnte euch stunden- bzw. seitenlang von diesem fantastischen Erlebnis berichten, werde jedoch versuchen, mich kurz zu fassen.

Im April 2015 flog ich nach Calgary, wo ich die ersten sechs Wochen meines Kanada-Aufenthaltes verbrachte. Dort lernte ich meine Gastfamilie, Dan, Susan und ihre Kinder, kennen. Ich war nicht die erste, sondern die 29. Sprachschülerin, die zu ihnen kam. Dan und Susan lieben Jugendliche und mögen es ganz besonders, die Kultur fremder Länder kennenzulernen. Neben vielen anderen steckt nun auch von mir ein Fähnchen auf der Weltkarte in ihrem Büro.

Völlig neue Dimensionen und Distanzen

Der erste Schultag war ungewohnt. Gewöhnen musste ich mich vor allem an die Grösse der Stadt (die Entfernungen sind wirklich ganz anders als bei uns), aber auch an die Schüler aus der ganzen Welt mit ihren teilweise merkwürdigen Akzenten und an eine etwas andere Lebensart. Die Sprachschule Global Village hat mir sehr gut gefallen. Es wird hart gearbeitet, man hat jedoch auch viel Spass. Der Aufenthalt an der Global Village verbindet die Sprachstudenten – auch noch danach – und hat es mir ermöglicht, Freunde aus der ganzen Welt zu finden. Die Aktivitäten der Schule sind sehr gut organisiert und die Lehrer genial. Ich habe grossartige Erinnerungen an sie, da sie eher wie Freunde und nicht einfach nur Englischlehrer waren.

Ausflug mit den Schulfreunden

Ausflug mit den Schulfreunden

Musik, Cowboys und Rodeos in Calgary

Calgary ist super. Das Stadtzentrum ist klein, es finden jedoch viele interessante Aktivitäten statt, insbesondere im Sommer. Wenn ihr Events, Musik, gutes Essen, Kunst und Cowboys liebt, ist die Stadt wie für euch gemacht. Es gibt immer etwas zu erleben. Ein Event, das man erlebt haben muss ist die bemerkenswerte Calgary Stampede, einer der grössten Rodeos der Welt. Bei den riesigen «Free Pancake Partys», der Parade und den Rodeo-Veranstaltungen wird einem garantiert nicht langweilig!

12 Wochen Farmstay

Nach diesen sechs anstrengenden und lernintensiven Wochen ging es für weitere zwölf Wochen auf eine kleine Ranch zu Becky, Travis, Lane und Leah nach Marwayne. Marwayne ist eine kleine Stadt in der Nähe von Lloydminster. Während meinem Farmstay habe mich gefühlt wie in einem Film! Was man im Fernsehen sieht, ist kein Witz – das kann ich euch sagen. Ich habe jeden Tag mit Becky auf der Ranch gearbeitet, ausser bei Regen natürlich. Wir haben Pferde dressiert, Kunden empfangen (Pferdeverkäufer, Pferdezahnarzt, Hufschmied) oder sind zu Privatpersonen gefahren, um sowohl Menschen als auch Pferde osteopathisch zu behandeln. Ausserdem waren wir auf vielen lokalen Rodeos und Pferdeauktionen.

Lange Tage sind die Norm

Ich habe den Farmstay geliebt, und wenn ihr diese Welt ebenfalls mögt, werdet auch ihr begeistert sein. Man darf jedoch seine Arbeitsstunden nicht zählen. Die Tage beginnen früh und enden mit dem Einbruch der Nacht. Man sollte auch in guter körperlicher Verfassung sein und keine Angst davor haben, schmutzig zu werden. Wenn ich an meine Zeit auf der Farm zurückdenke, werde ich emotional. Die Familie dort ist von nun an auch meine Familie. Wir haben so viele Erfahrungen und Eindrücke miteinander geteilt. Es ist wichtig, dass man Dinge mit anderen teilen und sich ihnen gegenüber öffnen kann.

Bei einem Farmstay lebt und arbeitet ihr auf einem Hof mit Tieren, im Acker-, Wein- oder Obstbau.

Bei einem Farmstay lebt und arbeitet ihr auf einem Hof mit Tieren, im Acker-, Wein- oder Obstbau.

Alexandra hat sich während ihres Farmstays wie in einem Film gefühlt.

Alexandra hat sich während ihres Farmstays wie in einem Film gefühlt.

Was man im Leben gibt, bekommt man auch zurück – nach diesem Motto lebt man in Kanada.

Mein Farmstay war die bisher beste Erfahrung meines Lebens. Ich bin reifer geworden und mit Erinnerungen zurückgekommen, die für immer bleiben. Ich kann es nicht erwarten, dorthin zurückzukehren.

Gastautor/in

Ich heisse Alexandra und bin 22 Jahre alt. Ich bin kaufmännische Angestellte und Pferdeliebhaberin. Im April 2015 habe ich mir einen meiner grössten Träume erfüllt und bin nach Kanada gereist, um mein Englisch zu verbessern und das echte kanadische Leben kennenzulernen.

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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