Geschäftskultur in England – 7 Tipps für erfolgreiche Verhandlungen

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Geschäftskultur in England – 7 Tipps für erfolgreiche Verhandlungen

Was gibt es bei der geschäftlichen Beziehung mit Engländer zu beachten? 7 Tipps!

Was gibt es bei der geschäftlichen Beziehung mit Engländer zu beachten? 7 Tipps!

Wer bereits geschäftlich mit Engländern zu tun hatte, weiss: es gilt nicht nur den britischen Akzent zu verstehen, sondern auch die Kultur und die Gewohnheiten der Inselbewohner. Im achten Teil unserer Blogserie setzen wir uns deshalb mit der Geschäftskultur in England auseinander und verraten, wie Verhandlungen mit den Briten erfolgreich geführt werden:

7 Tipps zum erfolgreichen Umgang mit der Geschäftskultur in England

1. Trockener Humor als «Waffe»

Trockener Humor, oder eben auch britischer Humor genannt, ist in England allgegenwärtig – auch in der Geschäftswelt. Wer mit Engländern Geschäfte macht, tut sich also gut darin, nicht zu ernst zu wirken und alles wörtlich zu nehmen. Wer punkten will, verwendet Sarkasmus, Witze und Anekdoten gekonnt und lacht auch gerne mal über sich selbst.

2. Emotionen zurückhalten

Offene Aussprachen sind in der Geschäftskultur in England okay. Wenn es aber darum geht, jemandem zu widersprechen, sollte dies versteckt gemacht werden. Dasselbe gilt übrigens auch für ausserordentliches Lob. Gefühle, Emotionen und Kritik sollten in der Öffentlichkeit vermieden werden.

3. Pünktlich sein ist übertrieben

Während wir Schweizer es sehr pünktlich mögen, wird Pünktlichkeit in England fast als übertrieben bewertet. Es liegt daher im Rahmen, ein paar Minuten zu spät im Meeting einzutreffen. Grundsätzlich werden die ersten fünf, zehn Minuten eines Meetings so oder so dem Small Talk gewidmet. Passende Themen dafür sind das Wetter, Sport oder die Royal Family.

4. Kein Name-Dropping

Ebenfalls keinen Platz in englischen Geschäftsmeetings hat das so genannte Name-Dropping, die beiläufige Nennung von prominenten Namen in der Hoffnung, sein Gegenüber zu beeindrucken. Zwar ist es okay, seine Beziehungen bekannt zu machen. Allerdings sollte man sich diesbezüglich in Zurückhaltung üben.

5. Alles schriftlich festhalten

Vor allem nach mündlichen Diskussionen empfiehlt es sich, die Ergebnisse kurz auf Papier zu bringen. Die Engländer mögen schriftliche Bestätigungen, Meetingprotokolle oder kleine Dankeszettel und Erinnerungen. Ebenfalls nicht vergessen sollte man Weihnachtskarten.

6. Zeit lassen für Entscheidungen

Wer von den Engländern einen Entscheid möchte, sollte sie nicht drängen. Selbst wenn keine grundsätzlichen Unstimmigkeiten vorliegen, fällen die Engländer selten noch während dem Meeting einen Beschluss. «Wollen wir uns beim nächsten Treffen entscheiden?», ist eine gute Taktik. Deadlines sind zwar empfehlenswert, es lohnt sich aber, im Geheimen noch zwei, drei Tage dazu zu rechnen.

7. Richtiger Einsatz von Formalitäten

Unser letzter Tipp im Umgang mit der Geschäftskultur in England betrifft die Formalitäten: Nachnamen, Jackett und Krawatte, und beträchtliche Freundlichkeit. Diese Formalitäten werden von Engländern vor allem beim ersten Meeting mit «non-English speakers» eingehalten und können in einem zweiten Meeting oder mit Muttersprachlern gerne mal vernachlässigt werden. Es empfiehlt sich deshalb, zuerst den Nachnamen zu verwenden, danach aber auch bereit zu sein, sein Gegenüber mit Vornamen anzusprechen.

Formalitäten spielen in der englischen Geschäftswelt zwar eine Rolle, aber nur in bedingtem Ausmass.

Formalitäten spielen in der englischen Geschäftswelt zwar eine Rolle, aber nur in bedingtem Ausmass.

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Susanne Moore

Susanne Moore

Nach drei erlebnisreichen Jahren in London ist Susanne seit 2016 als Marketing Communication Manager bei Boa Lingua tätig. Zuvor hat sie einen Sprachaufenthalt in San Diego gemacht und für ein halbes Jahr in Paris studiert. Susanne hat eine Leidenschaft fürs Reisen, die internationale Küche und den Laufsport.

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