Lauras erste Wochen in Bournemouth

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Lauras erste Wochen in Bournemouth

Am 15. August 2015 war es soweit und ich reiste für einen viermonatigen Sprachaufenthalt nach England. Ich war sehr nervös, doch meine Freude war grösser als meine Angst, denn ich mache gerne neue Erfahrungen, vor allem im Ausland. Meine Familie und enge Freunde kamen an den Flughafen, um mich dort zu verabschieden. Der Abschied war für mich nicht einfach. Der Abschied von meinem kleinen Bruder fiel mir besonders schwer, denn er hat scherzend zu mir gesagt: „Endlich kein Rumgemotze jeden Tag, endlich freies Badezimmer, kein Rumgezicke mehr und jetzt isst du mir die Süssigkeiten nicht mehr weg!! Aber jetzt muss ich immer mit dem Hund gehen, das ist der Nachteil.“ Aber am Schluss war er es, der am meisten geweint hat und mich nicht mehr loslassen wollte.

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Ich bin am Flughafen in England angekommen und sah gleich einen sympathischen Mann mit einer Tafel in seiner Hand mit meinem Namen. Ich bin gleich zu ihm gegangen und wurde mit einem grossen, ansteckenden Lachen begrüsst. Er selber war nicht Engländer, sondern kam aus Polen, doch er konnte gut Englisch. Er war ein richtiger Gentleman und nahm meinen Koffer. Er fragte mich, wie mein Flug war und bot mir ein Wasser an. Ich war sehr durstig und erschöpft. Ich denke, das sah man mir auch an. Die Türe war noch nicht mal zu, fragte er mich schon, ob ich Schokolade möchte. Natürlich sagte ich ja, denn er sagte mir, das wäre die beste Schokolade und ich liebe Schokolade. Schnell merkte ich, dass der liebe Herr die Schweizer Schokolade nicht kennt und man dieses Zeug, namens Schokolade, hier in England nicht essen kann! Wir fuhren etwa 2 ½ Stunden und der Verkehr war recht mühsam und mein lieber Fahrer konnte keine Stunde aushalten ohne eine Zigarettenpause. Es tat aber gut mal ein bisschen aufzustehen und sich durchzustrecken.

Jurassic Coast

 

Ich bin in Bournemouth bei meiner Gastfamilie angekommen und klingelte schüchtern an meiner neuen Hausnummer und es öffnete eine liebe, nette und ältere Frau die Türe. Sie begrüsste mich und lachte herzlich. Sie fragte mich gleich, ob sie mich „Lora“ oder „Laura“ nennen sollte. Ich sagte natürlich „Lora“, da wir schliesslich in England sind. Sie zeigte mir gleich mein Zimmer. Es ist sehr gemütlich und hat eine angenehme Grösse. Danach lernte ich meine Gastschwester Maria kennen, die mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Sie bot mir gleich an, dass sie mir am nächsten Tag Bournemouth zeigen könne und ich war sehr froh! Mein Start hätte nicht besser laufen können.

Am 17. August stand mein erster Schultag an. Bereits am Tag zuvor hatte ich jedoch meine erste Krise: Alles war neu für mich und ich begann mir Sorgen zu machen, denn ich hatte keine Ahnung, was alles auf mich zukommen wird. Meine Gastmutter und Gastschwester beruhigten mich schnell. Maria versicherte mir, dass sie mich nicht alleine lassen werde und so hat sie mir eine grosse Last genommen.

Jurassic Coast

Jurassic Coast

Mein erster Tag an der Sprachschule Beet Language Centre war sehr spannend und angenehm. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt, denn die Kantine ist Weltklasse! Die Desserts (für mich auch Snacks) sind der Hammer! Man kann für £1 Tanyas Rezepte abkaufen. Die ganzen Leute hier sind sehr offen und machen jeden Blödsinn mit. Manche Lehrer sind sogar verrückter als die Schüler selber. Wir machten einen Einstufungstest und danach durften wir ein bisschen umher gehen und die Schule besichtigen. Das „Beet Language Centre“ darf man ab einem Alter von 16 Jahren besuchen und die Schule ist sehr familiär. Ich bin die Jüngste hier, doch es gibt auch andere 16-jährige. Ich freundete mich schnell mit einer Zürcherin an und plötzlich kamen immer mehr Schweizer dazu und wir tauschten gegenseitig unsere Herkunft aus. Plötzlich sagten zwei Mädchen ‚Zug‘ und ich war so überrascht. Zug ist wahnsinnig klein und ich dachte, dass die Wahrscheinlichkeit, jemanden aus Zug kennenzulernen, sehr klein sei. So sieht man, dass die Welt doch recht klein ist.

Laura mit einer neuen Freundin am Strand

Laura mit einer neuen Freundin am Strand

Die Schule ist relativ abgelegen, dennoch kommt man für wenig Geld schnell mit dem Bus oder Taxi ins Zentrum oder zum Strand. Rundherum gibt es tolle Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. „Beet“ ist eine strenge, humorvolle und liebevolle Schule. Die Lehrer gestalten den Unterricht sehr spielerisch und haben immer ein offenes Ohr für jeden Schüler. Eine andere Sprache ausser Englisch ist ein absolutes No-Go an dieser Schule und glaubt mir, ich habe es getan und ich habe es schon zu spüren bekommen, haha.

Bournemouth hat tolle Läden und ist ein absoluter Traum für ein Frauenherz und das dazugehörige Männerportemonnaie. Der Strand ist wunderschön und es ist immer was los. Überall kann man „Fish and Chips“, Donuts oder Eis essen. Zum Strand kommt man über einen sehr gepflegten und schönen Park. Er ist mit vielen Blumen geschmückt und hat viele Eichhörnchen. Man lernt viele Leute kennen und jeder hat Spass mit jedem.

Eichhörnchen im Park

Wir drei Zuger verstehen uns, als würden wir uns schon seit Jahren kennen. Ich habe mit ihnen so viele schöne, lustige und unvergessliche Dinge erlebt. Wir haben das ganze Wochenende zusammen verbracht. Am Samstag waren wir an der Jurassic Coast und den Sonntag verbrachten wir in Brighton. Es war eine super tolle Zeit. Leider verliess uns eine der Zugerinnen schon diesen Samstag. Die andere Zugerin bleibt noch weitere zwei Monate.

Die ersten zwei Wochen sind wie im Flug vergangen, nun beginnt meine 3. Woche und ich habe noch lange nicht alles gesehen und freue mich weiterhin auf eine grossartige Zeit in Bournemouth.

Jurassic Coast

Flugshow über Bournemouth

Flugshow über Bournemouth

Ein kleiner Tipp für alle, die für eine längere Zeit nach England kommen wollen: Löst nicht extra ein Handy-Abonnement (und wenn, dann nur wegen den Anrufen)! Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass ihr euch nicht mit dem Internet verbinden könnt, denn fast überall gibt es gratis Internet (selbst in den Parks). Und macht euch keine Angst wegen dem Essen, denn das Essen ist gar nicht so schlimm wie alle sagen! Selbst ich finde immer was und ich ernähre mich vegetarisch. Und falls jemand Angst vor dem Zunehmen hat und demzufolge Sport treiben möchte, jedoch aber Joggen hasst, kann ich ein Fitnessabo von „Fitness First“ empfehlen. Ich habe mir bereits ein 4-Monate-Abo gelöst und zahlte lediglich £116! Mein Fitnesscenter ist wirklich top!

Macht auch ihr diesen Schritt und erlebt eine unvergessliche Zeit in eurem Leben!

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Gastautor/in

Mein Name ist Laura Keller (16 Jahre) und ich lebe in der schönen Stadt Zug. Ich habe mich für einen Sprachaufenthalt entschieden, weil man Sprachen immer brauchen kann. Ob für den Job, das Reisen oder um Kontakte zu knüpfen. Ein grosser Wunsch von mir ist es auch, als Flight Attendant zu arbeiten. Ausserdem wird man durch einen Auslandsaufenthalt selbständiger. Für Boa Lingua habe ich mich entschieden, weil sie vor allem nicht so aufdringlich waren, wie andere Organisationen und sollte ich mein First-Zertifikat hier in England nicht besehen, kann ich es in der Schweiz kostenlos nachholen.

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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