Leben wie ein Ire in Galway

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Leben wie ein Ire in Galway

Da mir Galway so gefallen hat, habe ich nach einem Job gesucht, um meinen Sprachaufenthalt in Irland zu verlängern. So habe ich im Dezember begonnen, im Kundenservice einer Gamefirma zu arbeiten.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich Mitte August in Galway ankam. Alles war neu, ich liebte die Meeresluft, die Atmosphäre in diesem kleinen Städtchen und all die farbigen Häuser. Sehr schnell habe ich mich bei der Gastfamilie eingelebt. Nach zwei Wochen ging ich bereits mit dem Pyjama an den Esstisch. Von da an wusste meine Gastfamilie, dass ich mich sehr wohl fühle. 🙂 Die Gastfamilie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte sehr viel typisches irisches Essen probieren, das übrigens sehr sehr gut ist! Viel ging ich auch mit meinen Gastgeschwistern aus oder verbrachte einen gemütlichen Fernsehabend mit meiner Gastmutter.

Auch in der Sprachschule in Galway fand ich mich sehr schnell zurecht und habe viele Freundschaften aus aller Welt geschlossen. Morgens konnte ich mich in der Schule der Grammatik zuwenden, worauf ich mir das Sprechen vor allem in meiner Freizeit angeeignet habe. Wir waren eine riesengrosse Gruppe während der vier Monate, Leute gingen und kamen. „Tschüss sagen“ wurde zum Alltag, sich an neue Leute gewöhnen auch, aber gerade das macht es so aus.

Zu Beginn habe ich an den Wochenenden alle Sehenswürdigkeiten rund um Galway besucht. Nach ein bis zwei Monaten haben wir alles gesehen und sind hauptsächlich in Galway geblieben. Wer aber denkt, dass das langweilig sein könnte in so einer kleinen Stadt (max. 80’000 Einwohner) festzusitzen, liegt völlig falsch. Es gibt keine andere so kleine Stadt, wo so viel läuft.

Die Strassen in Galway sind immer voll, egal zu welcher Tageszeit du dort bist. Viele Strassenmusiker zieren das Bild, die Pubs sind abends da für den «craic», wie der Ire zur Unterhaltung sagt, und die Menschen sind stets aufgestellt. Wir gingen oft in die Pubs, um die Kultur zu geniessen. In Galway gibt es alle Arten von Pubs, von eher touristischen wie das Kings Head oder das Quays, über eher rockig-alternative wie das Rosini Dubh bis hin zu sehr traditionellen Pubs wie The Crain.

Wir hatten unseren Rhythmus, in welches Pub wir an welchen Tagen gingen und tanzten zu der Live-Musik, die es fast in jedem Pub täglich gibt. Die Iren sind sehr offene Menschen und sehr freundlich, so haben wir schnell mit ganz vielen Iren in den Pubs gesprochen, die Kultur kennengelernt und versucht, den irischen Akzent aufzuschnappen. Neben dem pulsierenden Nachtleben in Galway, das übrigens als das beste Nachtleben in ganz Irland bekannt ist, hat Galway auch am Tag vieles zu bieten: wie zum Beispiel nach der Schule bei Spanish Arch einen Kaffee zu trinken und zu schwatzen, in ein Café zu sitzen und die Atmosphäre zu geniessen oder an den Strand zu gehen und einen Tag am Meer zu verbringen.

So haben wir unsere Tage verbracht: morgens in der Schule büffeln, am Tag gemütlich einen Kaffee trinken und schöne Orte besuchen, abends in einem Pub ein Pint trinken.

Galway, Pub

Kulturelles Leben findet im Pub statt

Mittlerweile fühle ich mich in Galway schon sehr zuhause und habe jetzt auch viele irische Freunde gefunden, nebenbei treffe ich mich immer noch mit Leuten von der Sprachschule, um multikulturelle Feste zu feiern. 🙂 Noch heute sehe ich meine Gastfamilie sehr oft und ich bin richtig gut befreundet mit allen, obwohl ich schon seit einiger Zeit nicht mehr an der Sprachschule bin und nicht mehr bei ihnen wohne.

Ich habe begonnen, ohne es zu merken, den Akzent aufzuschnappen. So müssen viele Iren immer wieder schmunzeln, wenn ich ein typisches Wort in meinen Sätzen einbaue. Leider ist mein Abenteuer in Galway bald zu Ende. Galway wird immer in meinem Herzen bleiben und ich weiss schon jetzt, dass ich hierher immer wieder zurückkommen werde.

Es ist schön zu wissen, dass man ein zweites Zuhause gewonnen hat.

 

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Gastautor/in

How ya horse? Ich bin Mirjam und bin zurzeit in Galway. Ich habe im Juli 2013 meine Lehre als Informatikerin abgeschlossen und bin anschliessend im August nach Galway gereist, um mein Englisch aufzubessern. Ich war an der Sprachschule von August bis Dezember 2013.

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