London Calling: Englisch Sprachaufenthalt

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London Calling: Englisch Sprachaufenthalt

Tower Bridge

Tower Bridge

Endlich ging es wieder los… Nach Sprachaufenthalten in Montpellier (Frankreich) und in Cuenca (Ecuador) hatte ich mich an die englische Sprache gewagt und einen Sprachaufenthalt in London gebucht. Klar, das eine oder andere lernt man bereits in der schulischen Ausbildung, wie sich aber das Leben im Ausland, in meinem Falle in London, abspielt, kann einem keine Schule beibringen. Die Vorfreude auf ein weiteres unvergessliches Abenteuer war riesig, denn jeder meiner Sprachaufenthalte war eine wunderschöne Erfahrung mit einem Haufen unvergesslicher Erinnerungen und vielen neuen Freunden.

Somit ging’s am Sonntag, mit viel Schweizer Schokolade im Gepäck, von Zürich nach London. Nach einem kurzweiligen Flug musste ich mir zuerst einen Überblick über die U-Bahn-Stationen verschaffen, da ich tatsächlich noch nie in London war. Aber wie ich in diesem Aufenthalt mehrmals feststellen durfte, sind die Engländer ein hilfsbereites und sehr offenes Völkchen und somit hatte ich einen Begleitservice zur richtigen U-Bahn, die bekannte Piccadilly-Line. Und genau an deren Ende (Station Southgate) wohnte bzw. wohne ich drei Wochen bei einer Gastfamilie.

Eine Schule mit eigenem „Rooftop Garden“

Die Wochen vergingen wie im Flug. Am ersten Tag wurde anhand eines schriftlichen sowie mündlichen Einstufungstests mein Sprachlevel festgelegt und wir erhielten eine Führung durch die Sprachschule St. Giles in London. Die Schule ist mit einer Bibliothek (DVDs, abertausende Lehrmittel und Lesestoff für die verschiedenen Niveaustufen können gegen ein Depot ausgeliehen werden), einem grossen Computerraum, der durch seine grossen Tische von vielen Studenten als Lernraum benutzt wird, und einer schuleigenen Mensa ausgerüstet. Die Mensa ist der Treffpunkt vor und nach dem Unterricht. Besonders attraktiv für Frischluftfanatiker wie mich ist der sogenannte „Rooftop Garden“ im 5. Stock: Ein Open-Air-Pausen- und Mittagsraum mit einem kleinen Kräutergarten. Dieser wurde angeblich auch schon für Sonnenblumen-Zucht-Wettbewerbe benutzt :-). Obwohl das Wetter fantastisch war, wurde die BBQ-Rooftop-Saison noch nicht eröffnet.

Wie jeden Montag fand auch an meinem ersten Unterrichtstag die „New Student Night“ statt. Somit fanden wir uns am Abend in einem nahegelegenen Pub bei einem Bier, Ale oder Cider und vielen neuen Gesichtern wieder.

Filmabend, Pub-Crawl oder doch lieber ein Tagesausflug zum Stonehenge?

Die Schule wartet mit einem grossen Aktivitätenprogramm auf. Unter der Woche gibt’s jeweils Filmabende, Abendessen in einem exotischen Restaurant (das koreanische Restaurant schmeckt vorzüglich), Konversationskurse oder die äusserst beliebte Pub-Crawl-Tour am Freitagabend.

Am Wochenende können verschiedene Touren gebucht werden, zum Beispiel Ausflüge zu Stonehenge und in das romantische Städtchen Bath mit den bekannten römischen Bädern, ein Besuch der Harry Potter Studios oder sogar Kurztrips nach Irland, Schottland und Paris.

Stonehenge ist absolut sehenswert, wenn auch kleiner als erwartet. Die ganzen Geschichten um die Entstehung, die einem per Audioguide ins Ohr geflüstert werden, sind spannend und lehrreich. Da gab es tatsächlich jemanden, der einen dieser Steine von Wales hergebracht hatte. Und anno dazumal konnte nicht einfach kurzum ein Laster geladen werden. Um diese Steine drehen sich viele Mythen, der Ort hat definitiv etwas Magisches an sich. Das Wetter hat nicht mitspielen wollen, also haben wir „Vom Winde verweht“ gespielt und uns dann im Städtchen Bath beim Rundgang durch die römischen Bäder aufgewärmt.

Auch spezielle Tage wie zum Beispiel der „International Food Day“ wurden gefeiert, in dem das Lehrerkollegium und die Schuldirektion Feines aus aller Welt gebacken, gekocht und an uns Schüler verkauft haben. Der eingenommene Betrag wurde von der Schulleitung verdoppelt und an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet.

Entdecke die Stadt ganz ohne Stadtplan oder Google Maps

Wie so oft habe ich auch in London „Get lost with Maja“ gespielt. Einfach drauf los spazieren, ohne Stadtplan, Navi, Google Maps. Dadurch entdeckt man Orte, die in keinem Reiseführer stehen aber gerade eben dadurch einen gewissen Charme haben. So lief lief ich eines nachmittags der Themse entlang und fragte beim Eindunkeln die junge Frau hinter mir, ob sie denn wisse, wo hier eine Underground-Station sei. Diese antwortete darauf, sie laufe seit 40 Minuten mir hinterher in der Hoffnung, ich wüsste es… Daraus ergab sich dann eine neue Bekanntschaft aus Montevideo (Uruguay).

Langweilig wird’s einem in London nie…

London ist wahrlich ein Shopping-Mekka und bestimmt kommt niemand darum, die Gegend rund um die Oxford-Street zu erkunden. Aber zu meinen Sightseeing-Favoriten gehören definitiv die Towerbridge, respektiv der Platz rund um den Tower Hill, der kunterbunte Trafalgar Square (dort um die Ecke befindet sich auch gleich China Town), die Westminster Abbey sowie der Hyde Park. Eine Oase inmitten der Grossstadt. Aber auch für Nervenkitzel ist gesorgt. Dazu geht man am besten ins „The London Dungeon“ oder in eines der „London room escape games“. Wer gerne Livemusik und eher rockigere Klänge mag, findet in Camden Town bestimmt einige Orte, die einem gefallen. Allgemein sollten Liebhaber von Livemusik einmal ein Pub mit einer „Open Mic Night“ besuchen. Keine Angst, niemand wird zu einem Ständchen gezwungen.

Mein Sprachaufenthalt hier in London geht leider schon bald zu Ende, die ersten Souvenirs sind gekauft (dazu mehr in einem späteren Blogeintrag), mein Englisch ist auf einem neuen Niveau, meine SIM-Karte voll mit neuen Kontakten aus der ganzen Welt und das Ticket für die St. Giles-London-Bus-Party an meinem letzten Abend in London habe ich auch bereits in der Tasche.

London, ich komme wieder.

Gastautor/in

Hallo zämä, ich bin Maja, 26 Jahre jung, Beraterin in der Boa Lingua Filiale in Bern und weile für einen Sprachaufenthalt zurzeit in England. Später bin ich dann in Kanada und Kalifornien unterwegs. Mit meinen Blogeinträgen lasse ich euch gerne an meinem Abenteuer teilhaben. Fotos findet ihr auf dem Boa Lingua Instagram-Account.

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