#LoveFriendStory: Verliebt in Buenos Aires

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#LoveFriendStory: Verliebt in Buenos Aires

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Wenn mir vor drei Jahren jemand prophezeit hätte, dass Buenos Aires zu meinem Lebensmittelpunkt werden wird, hätte ich ungläubig den Kopf geschüttelt: Ich, die Naturliebhaberin in einer chaotischen 3-Millionen-Metropole? Weltoffen bin ich zwar, mit zwanzig hat mich das Reisefieber heimgesucht und in den darauffolgenden zehn Jahren war ich insgesamt über ein Jahr als Backpackerin in der ganzen Welt unterwegs.

Somit war niemand überrascht, dass ich irgendwann der Liebe wegen in der Ferne hängen bleibe. Diese Liebe hat einen Namen: Leo. Er ist Porteño (so nennt man die Bewohner der Hafenstadt Buenos Aires) und kennengelernt haben wir uns im April 2011 in einem Club in Buenos Aires. Eigentlich kein spektakulärer Ort für Liebesgeschichten. Die Umstände, die uns zusammengeführt haben, verdanken wir jedoch einer Reihe von Zufällen.

Kurz nach meinem 30. Geburtstag hat mich die Reiselust einmal mehr gepackt.

Ziel war ein bis anhin noch unbekannter Fleck: Südamerika. Da sich meine Spanischkenntnisse jedoch auf ein mageres „Hola, qué tal?“ beschränkten, holte ich mir zuerst den Sprachreisekatalog von Boa Lingua. Spanisch lernen am Strand, das wollte ich! In Ecuador. Oder Panama . Eine Freundin schwärmte jedoch für einen Sprachaufenthalt in Buenos Aires und schon bald drückte ich in der argentinischen Hauptstadt die Schulbank.

Die Stadt ist sehr vielfältig, insbesondere kulturell und kulinarisch. Es ist immer etwas los. Dass ich an jenem Ostersamstag zu bald morgendlicher Stunde einen weiteren Club dem Bett vorzog, verdanke ich den Überzeugungskünsten meiner Kollegin. Leo ist mir sofort aufgefallen, den ersten Schritt hat jedoch er gemacht. Dass er mich nach eher umständlichem Small-Talk anschliessend per Email kontaktiert hat, weil ich ihm (ungewollt) die falsche Nummer gegeben hatte, verdanken wir der Hartnäckigkeit der argentinischen Männer, die sich nicht nur mit der Telefonnummer zufrieden geben.

Wir verliebten uns Hals über Kopf.

Leo y Yo

Es folgte eine Zeit vieler trauriger Abschiede und freudiger Wiedersehen, denn meine Reiselust war nach wie vor gross und wir wussten nicht, ob wir uns überhaupt wiedersehen würden. Zwischen meinen Abenteuern in Bolivien, Peru und Kolumbien führte mich jedoch immer wieder ein (Um-)weg zu Leo. Aus dem geplanten dreimonatigen Südamerika-Aufenthalt wurden sieben Monate. In dieser Zeit ignorierten wir komplett, dass unsere Länder über 11‘000 Kilometer voneinander entfernt sind und damit die Frage, wie es weiter gehen sollte. Denn früher oder später musste ich wieder zurück in die Schweiz. Doch uns war klar, dass wir unserer Liebe eine Chance geben müssen. Und weil ich in der Schweiz den Job und meine WG aufgegeben hatte, also ungebunden war, lag es auf der Hand, dass ich zu ihm nach Buenos Aires in seine kleine Wohnung zog.

Das war ein Schritt von null auf hundert und war für mich nicht ganz einfach, da mir meine Eigenständigkeit sehr wichtig ist.

Aber zuerst musste ich eine Arbeit finden, was ebenfalls nervenaufreibend war, denn mir wurde schnell klar, dass trotz meiner guten Berufsbildung und -erfahrung niemand auf mich gewartet hatte. Eine harte Probe für uns und ich war kurz davor, nach einem halben Jahr wieder abzuhauen, als ich per Zufall doch noch eine Stelle fand. Das Schicksal blieb also weiterhin auf unserer Seite.

Das Leben zwischen zwei Kulturen ist sehr spannend und bereichernd. Mein Online-Job erlaubt mir längere „Heimaturlaube“. Trotzdem ist für mich klar, dass ich langfristig nicht in Argentinien leben will, auch wenn mir die Mentalität der Argentinier sehr sympathisch ist. Doch die Lebensqualität in der Schweiz ist für mich unschlagbar, vor allem im Hinblick auf späteren Nachwuchs, denn Kinder sind für Leo und mich sehr wohl ein Thema. Die Frage nach dem „wo“ beschäftigt uns jedoch ständig. Leo steht dem Leben in der Schweiz leider nicht sehr positiv gegenüber, seine grossen Leidenschaften neben der Freundin sind Familie, Freunde, Fussball und argentinisches (Rind-)Fleisch. Er ist sehr verwurzelt in seiner Heimat. Trotzdem wünsche ich mir, dass er den Schritt in die Schweiz zusammen mit mir wagt. Denn die grosse Liebe (oder „la media naranja“ wie die Argentinier sagen) finden nicht alle, also lohnt es sich, dafür zu kämpfen.

Luzia

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Gastautor/in

Ich heisse Luzia Baumann, bin aus Ettiswil (Luzerner Landschaft) und soeben 33 geworden. Seit bald 2 Jahren lebe ich der Liebe wegen mitten in Buenos Aires und arbeite online im Projekt Management einer Übersetzungsfirma. Meine grosse Passion ist das Reisen. Ausserdem trifft man mich oft beim Joggen, Velo fahren oder auf der Yoga Matte.

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