Martinas Tipps für deinen Sprachaufenthalt in England

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Martinas Tipps für deinen Sprachaufenthalt in England

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Links ist dort, wo der Daumen rechts ist?!

„Linksverkehr“ – schon das Wort löste bei uns allen Angst und Schrecken aus. Niemand von uns ist bisher mit dem Auto auf der linken Strassenseite gefahren. Wer ist also die Auserwählte? Vor dem Europcar Office bekam Marlene den Autoschlüssel in die Hände gedrückt. Weil sie die einzige war mit gültigem Fahrausweis und Kreditkarte. Und so hiess unser Driver „Miss Rambo“. 🙂 Beim Auto angekommen, musste Marlene schon das erste Mal umdenken. Der Fahrersitz ist auf der rechten Seite. Nicht wie gewohnt auf der linken. Geschaltet wird mit der linken Hand, nicht mit der Rechten. Nach dem ersten Check, wie das Auto ausgestattet ist, und nach dem Einrichten, ging es los. Marlene gab das erste Mal Gas und ab hier waren wir definitiv ein Team. Marlene drückte das Gaspedal, Martina übernahm die Navigation und Nadja musste schauen, ob ein Auto von links oder rechts kommt. Die Kommunikation war etwa wie im Flugzeug: „Muss ich nach rechts?“ „Check“ „Kann ich abbiegen?“ „Check“. Was lernen wir daraus? Sich alleine an den Linksverkehr zu gewöhnen, ist definitiv anspruchsvoller. Man muss total umdenken und sich doppelt absichern.

Wir empfehlen daher allen Neulingen, besser in einer Gruppe Auto zu fahren. Dann schafft man den Linksverkehr mit Links!

Linksverkehr

In England herrscht Links- statt Rechtsverkehr.

Black or White

Teatime gehört zu England wie die rote Telefonkabine, die Queen und Fish’n’Chips. Egal wo du hingehst, eine der ersten Fragen, die du hier beantworten musst: „Möchtest du deinen Tee mit oder ohne Milch?“. Die Antwort ist eigentlich einfach. Ist der Schwarztee stark, dann trinkst du ihn mit Milch. Ist der Schwarztee leicht, dann trinkst du ihn ohne. Sogar die Engländer empfehlen dir dies zu tun. In Wheately, einem netten, typisch britischen Städtchen neben Oxford, haben wir gelernt, dass der Tee anders ist, wenn Mann oder Frau ihn macht. Ein Mann hat uns gesagt: „Never drink a dark tea, if an English man made it!“ Was übersetzt heisst: „Trink nie einen Schwarztee, wenn ein Engländer ihn gemacht hat!“. Und zwar, weil die Männer ihn meistens zu stark machen. In diesem Fall sollte man ihn mit Milch trinken.

Als Teeliebhaber sollte man sich auf alle Fälle bewusst sein, dass die Engländer nicht jede Teesorte haben oder anbieten. Während wir in der Schweiz zwischen Pfefferminze, Kamille, Hagebutten oder neuerdings auch Roiboos, Ingwer oder Mate-Tee wählen, gibt es in den meisten typisch britischen Restaurants oder Cafés nur Schwarztee. Bestellt man einen Tee, indem man fragt „Can I have a tea?“, dann bekommt man einen Schwarztee. Auch bei den Engländern zuhause gibt es im Tee-Regal nicht eine volle Auswahl. Die einzige Wahl, die man hier treffen muss, ist: „Would you like your tea black or white?“. Wenn man also Schwarztee nicht so gerne mag, dann sollte man dies immer im Voraus sagen: „Can I have a peppermint, camille or a berry tea?“. Dann ist auch die Frage mit der Milch geklärt.

Tea Time

Die „Tea Time“ wird in England zelebriert.

Only 5 Minutes!

„Only 5 Minutes!“ Diesen Satz haben wir in England mehr als einmal gehört. Bei der Frage nach dem Weg scheint bei den Engländern alles nur fünf Minuten entfernt zu sein. Früh genug haben wir aber gemerkt, dass die Engländer entweder schneller laufen oder nicht so gut im Schätzen sind. Denn meistens brauchten wir länger als „only 5 minutes“. Was also tun, wenn man etwas in Eile ist und sich auf die Zeitangabe verlassen muss? Wir empfehlen: Selber ein Gefühl für die Distanz bekommen. Das bedeutet: Wenn es irgendwie geht, immer eine Karte verlangen (sei es in deiner Schule oder in einem Office). Sobald man eine Karte vor Augen hat, kann man mit der Zeit besser einschätzen, wie lange man etwa für den Weg braucht. Bereits nach 2-3 Tagen hatten wir ein viel besseres Gefühl für die Distanzen im schönen England. Was aber für die Gehdistanzen gilt, kann man mit dem Auto bereits wieder vergessen. Meistens macht der liebe Verkehr einen Strich durch die Rechnung. So passiert in beautiful London. Für eine Distanz von etwa zehn Autominuten brauchten wir schlussendlich eine halbe Stunde! Hier muss man den Verkehr immer einberechnen. Wer keine Probleme mit dem Verkehr hat und die Gehdistanzen ignorieren will, dem empfehlen wir das gute alte Fahrrad. Dann kann einen nur die Ampel stoppen!

Petrus hat das Sagen! Auch in England.

Wolken und Regen. Diese beiden Freunde trifft man in England häufig an. Wer zu den Briten reist, stellt sich auch automatisch auf das trübe und regnerische Wetter ein. It’s very British! Aber Petrus kann auch anders. Man darf durchaus optimistisch sein und auf sonniges Wetter hoffen. Mitte März diesen Jahres wurden wir mit viel Sonne gesegnet. Während sieben Tagen in Südengland hatten wir nur an einem einzigen Tag nasses Wetter! Wir konnten unser Glück kaum fassen und zückten stolz unsere Sonnenbrillen. Egal wo wir hinkamen, auch die Engländer sagten uns Touristen „You can be lucky because of that weather“. Für sie war es auch ein Segen und irgendwie glaubten alle, dass wir Schweizer die Sonne mitgebracht hätten. Was sagt uns das? Wenn ihr in England einen Sprachaufenthalt macht, packt nicht nur Regenklamotten ein. Seid optimistisch und nehmt auch zwei, drei Sachen für sonniges Wetter mit. Wer weiss, vielleicht meint es Petrus gut mit euch.

Gastautor/in

Martina ist Sprachreise-Spezialistin bei Boa Lingua in Bern. Während ihrer Studienreise in Grossbritannien hat sie einige nützliche Tipps für DEINEN nächsten Sprachaufenthalt gesammelt. Falls du Fragen an Martina hast, schreib einfach einen Kommentar.

Rahel Stössel

Rahel Stössel

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

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