Natur, Eishockey und Tim Hortons im Sprachaufenthalt in Calgary

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Natur, Eishockey und Tim Hortons im Sprachaufenthalt in Calgary

Für vier Monate war ich im Land der Seen, des Eishockeys und der Tim Hortons – sprich in Kanada. Seit zwei Monaten bin ich nun wieder zurück. Die Arbeit und der Alltag haben mich schon fest im Griff. Mein Blick schweift zum Gruppenfoto am Sideboard und meine Gedanken schweifen langsam ab…

Calgary aus dem Prince's Island Park, unserem Stammplatz bei schönem und warmem Wetter

Calgary aus dem Prince’s Island Park, unserem Stammplatz bei schönem und warmem Wetter

Gut vorbereitet nach Calgary

Die Vorbereitung lief ganz sorgfältig. Mir wurde schnell klar, dass ich für dieses Abenteuer Hilfe benötigen würde und mir war auch schnell klar wo: bei Boa Lingua. Ihr habt einen guten Ruf in der ganzen Schweiz, somit hörte ich auch in meinem kleinen Urner Kaff von euch. Das Beratungsgespräch lief super und auch die weitere Betreuung war «AWESOME»! Ich hätte mir nichts besseres erträumen können. Es wurde schnell ausgelotet, dass ich mein Zertifikat am besten in Calgary absolvieren könnte. Zuerst skeptisch, dann aber mit immer grösserer Freude habe ich mich dafür ready gemacht.

Am 15. März 2014 habe ich mich auf die weite Reise nach Kanada gewagt. Ich bin mit gemischten Gefühlen in den Flieger gestiegen. Es ist ja kein Pipifax, mal eben für vier Monate dem gewohnten Leben zu entfliehen.

Erwartungen übertroffen

Die Schule war inmitten der Ein-Millionen-Stadt Calgary, ca. 45 Minuten von meiner wunderbaren Hostfamily entfernt. Die Rockies sind von hier aus sichtbar und innerhalb einer Stunde erreichbar. Die Familie, welche aus Mutter Jackie, Tochter Jess, Hund Jimmy und den Katzen Rome und Caprice besteht, hat mich von Anfang an sehr herzlich bei ihnen aufgenommen. Man sagte mir, die Kanadier seien nett. Was ich aber antraf, hat meine Erwartungen komplett übertroffen. Herzlichkeit ist hier Standard und gehört einfach überall dazu. An jeder Kasse in jedem Supermarkt wird man mit einem freundlichen, ernst gemeinten «How are you?» begrüsst.

Gute Erfahrungen mit der Sprachschule

Global Village (GV) ist eine Schule, welche in Kanada und den USA Englischkurse anbietet. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit GV gemacht. Die Lehrer und der Direktor Terry waren eine bunt gemischte Truppe, mit welchen man auch freundschaftlich viel anfangen konnte. Demzufolge habe ich auch in der Freizeit manchmal etwas mit ihnen unternommen.

Eine junge Frau, Abby, hat sich mit unserer kleinen, aber feinen FCE-Klasse rumschlagen müssen. Wir waren fünf Schweizer und eine Koreanerin. Wir haben uns von Beginn an super mit Yerin verstanden und oft hörte ich von Abby den Spruch, ich solle sie nicht so verderben. Dies nur, weil sie eben nicht eine der scheuen Koreanerinnen ist, sondern auch Spass haben konnte.

Mit den Mädels der FCE-Klasse, traditionell mit Ahornblatt

Mit den Mädels der FCE-Klasse, traditionell mit Ahornblatt

Der Klassenzusammenhalt war toll und wir haben einander geschätzt und lieb gewonnen. Trotz der Absicht, Englisch zu lernen, haben wir sehr viel in dieser «Swiss group» unternommen. Wir haben aber auch internationale Freundschaften geknüpft, vor allem mit den Südamerikanern. Deren offenes Gemüt und fröhliches Dasein hat mich sehr in den Bann gezogen. Als die meisten meiner Klassenkameraden abgereist sind, verbrachte ich noch viele Stunden in der Latino-Bar und habe mich von deren Lebensfreude mitreissen lassen.

Nachmittage und Wochenenden voller Aktivitäten

GV bietet nebst dem Sprachunterricht auch diverse Aktivitäten an den Nachmittagen und Wochenenden an. Ich konnte in Mt. Norquay Skifahren, in Drumheller das Dinosaurier-Museum, die Village Beer Brewery und eine Outdoor-Pain(t)ballanlage besuchen. An einem wunderschönen Samstag sind wir reiten gegangen. Beim Streethockey hatte ich auch immer viel Spass. Privat mit Freunden habe ich ein Eishockey Spiel und ein Lacrosse Game besucht, beides selbstverständlich ein Muss, da es die Nationalsportarten sind. Ausserdem bin ich nach Lake Louise (mit der weltberühmten Skiabfahrt) und nach Sunshine Village Skifahren gegangen.

Als das Wetter endlich warm wurde, haben wir viel Zeit beim Fussball oder einfach im Park verbracht. Bei allem was ich in Calgary getan hatte, musste ein Kaffee aus Tim Hortons mit. Dies ist eine kanadische Kaffeekette, ähnlich wie Starbucks, nur viel günstiger. Ich konnte beobachten, wie ich langsam aber sicher von der Grösse Small zur Grösse Large inkl. einem Espresso Shot gewechselt habe. Alles dem wohl immer weniger werdenden Schlaf zu verdanken 😉 Auf Partys oder an der «Wingsnight» (jeden Mittwoch vergünstigte Chicken Wings und Bier) im Bear and Kilt, Dickens oder Unicorn waren wir stets die letzten, die nach Hause gingen.

An einem verlängerten Wochenende haben wir kurzerhand Autos gemietet, drei Hotelsuiten gebucht und sind nach Jasper gefahren. Dies war eines der absoluten Highlights während dieser Zeit. Wir werden wohl lange noch eine ganz bestimmte Geschichte dieser einen Nacht erzählen…

Den ersten Bären, den ich je in freier Wildbahn gesehen habe!

Den ersten Bären, den ich je in freier Wildbahn gesehen habe!

First Certificate zum Abschluss

Ich besuchte die Schule während drei Monaten und das Ziel war, das FCE (Cambridge First Certificate in English) zu absolvieren. Ich hätte auch das CAE machen können, doch war ich dafür irgendwie zu unsicher, oder mein Bauchgefühl stimmte einfach nicht. Da GV Calgary das CAE aber nicht anbietet, hätte ich den Kurs in einer anderen Stadt besuchen müssen… Ich kann jetzt aber nur sagen, dass es das Schicksal wohl einfach so wollte, dass ich in Calgary gelandet bin. Nebst dem Zertifikat habe ich ganz tolle Freundschaften und Erfahrungen in dieser Stadt dazugewonnen, welche ich nie mehr missen möchte.

Ich kann Boa Lingua und ihren Mitarbeitern für diese Erfahrungen und Freundschaften einfach nur DANKE sagen. I had the best time of my life ♥

 

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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