Sprachaufenthalt in England: Welcher Ort passt zu mir?

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Sprachaufenthalt in England: Welcher Ort passt zu mir?

Noch bevor unsere England Studienreise überhaupt richtig los ging, befürchteten wir, unser Ziel nie zu erreichen. Die Technik hat uns nämlich mächtig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Oder zumindest durch unseren Zeitplan. Da es in London ein Systemproblem gab, hiess es für uns und unseren Flieger warten. Lange warten. Knappe acht Stunden mussten wir am Flughafen in Zürich ausharren.

Irgendwann sind wir dann doch losgeflogen. Und das Warten hat sich erst noch ausgezahlt. Denn London Heathrow in der Dunkelheit anzufliegen, ist Spektakel pur und sehr empfehleswert. Mitten der Tausenden von Lichtern erkennt man viele der Londoner Touristenattraktionen, wie z.B. das London Eye oder die Tower Bridge. Prinz Charles hat seinen Palast nicht mit Lichterketten geschmückt. Darum haben wir ihn leider nicht entdeckt. Macht aber nichts, denn wir haben in England sonst jede Menge gesehen und erlebt, wie ihr den folgenden Abschnitten entnehmen könnt.

Hier sind einige unserer Lieblingsorte. Welcher passt am besten zu dir?

Cambridge – Studenten und Velos

Ein seltenes Bild in Cambridge: Zaun ohne Velos

Ein seltenes Bild in Cambridge: Zaun ohne Velos

Cambridge, die Studentenstadt! Fahrradstadt wäre zwar eher angebracht. So viele Fahrräder wie hier in Cambridge haben wir noch nie gesehen. Okay, Amsterdam ausgenommen… Wenn ihr in Cambridge ein Zaun seht, an dem keine Velos stehen, muss es an folgendem Schild liegen: „No Bicycles on Fence.“ Von diesen Schildern haben wir genau eines gesehen. Könnt ihr euch jetzt vorstellen, von wie vielen Fahrrädern wir sprechen? Alles fährt Rad hier in Cambridge. Wir fragten uns, wie man in diesen Massen den eigenen Drahtesel überhaupt noch finden kann? Bald hatten wir die Lösung gefunden: Neongelb, Pink oder Himmelblau bemalte Velos. Obwohl diese Farben nicht wirklich toll aussehen, erfüllen sie einen Zweck: Wiedererkennung.

Da wir kein Velo besassen, sondern viel zu Fuss unterwegs waren, gönnten wir uns ab und zu ein Taxi. In den Morgenstunden kann dies aber zu einer richtigen Tortur werden, denn das „Am-Strassenrand-stehen-und-wie-wild-winken“ funktioniert in Cambridge im Gegensatz zu anderen Städten nicht. Wenn ihr in Cambridge ein Taxi benötigt, läuft ihr am besten direkt zub Bahnhof. Da bildet sich am Morgen in typisch englischer Manier jeweils eine lange Kolonne, in welcher ihr euch ganz bequem einreihen könnt.

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Oxford Wheatley – Klein aber fein

Eine gute halbe Stunde mit dem Auto von Oxford entfernt liegt mitten im Grünen Oxford Wheatley, ein süsser Vorort mit rund 4000 Einwohnern. Was man hier tut? Eigentlich nicht viel. Für das muss man schon mit dem Bus nach Oxford fahren. Für Sprachstudenten, die schnell mit Einheimischen in Kontakt kommen möchten, ist Wheatley jedoch der perfekte Ort. Dies zeigt ein Besuch an unserer Sprachschule CES. Klein aber fein. Es wird auf ein familiäres Klima Wert gelegt, nicht auf die neuste Ausstattung oder den grünsten Garten.

Aber auch ausserhalb der Schulmauern sind die Leute freundlich. Sie grüssen einen auf der Strasse, wenn man vorbei läuft. Ja, sie laden einen sogar zu ihnen nach Hause ein, um Fotos zu schiessen, weil sie so stolz auf ihr eigenes Daheim sind. So beispielsweise der ältere Herr mit der typisch englischen Karomütze, welcher eigentlich eben in sein Auto steigen wollte. Bis wir vorbeiliefen. Kaum „Hello“ gesagt, standen wir in seinem liebevoll geschmückten Wohnzimmer. Als seine Frau hereinkam, wirkte sie ein wenig überrascht. Für das Foto hat sie sich zu uns gesellt. Nicht aber, ohne ihre Enkel auf den unzähligen Bildern zu erwähnen.

Das war ein Erlebnis, dass auch der Schuldirektor nicht so schnell vergessen wird! Er meinte nur, dass er zwar wisse, dass die Leute hier freundlich seien, aber dass diese Begegnung doch eher unüblich sei für Engländer. Und was sagen wir? Tolles Wheatley!

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Portsmouth – Umgeben von Wasser

Spinnaker Tower - Das Wahrzeichen von Portsmouth

Spinnaker Tower – Das Wahrzeichen von Portsmouth

Eine Peninsula in England? Ja, die gibt es. Ganz im Süden Englands zwischen Bournemouth und Brighton. Portsmouth ist ein Ort mit ganz schön viel Wasser, einem Shopping-Outlet und einem Millennium Tower, der allerdings erst 2005 eröffnet wurde. Weil er die Jahrtausendwende und das Millenium um knappe fünf Jahre verfehlt hat, wurde der Turm kurzerhand in Spinnaker Tower umbennant. Heute ist er das Wahrzeichen Portsmouths. In der Nacht leuchtet der Turm in verschiedenen Farben und lockt mit seinen Ausblickplattfomen.

In einer Stadt umgeben von so viel Wasser ist es fast logisch, dass man ab und zu auch auf einen Fischer trifft. Seelenruhig die Abendsonne geniessend und darauf wartend, dass ein Fisch anbeisst.

Wer es ein bisschen peppiger mag, kann sich ein feines Fischgericht im Jamie Oliver Restaurant zu Gemüte führen. Peppiger deshalb, weil die quirlige Serviertochter die Speisekarte in weniger als einer Minute „runtersingen“ konnte.

Ja und sonst könnt ihr in Portsmouth auch Rad fahren, entlang der schönen Promenade, oder einfach einen weiteren Pier im Süden der Stadt besuchen, so wie wir es machten.

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Brighton – Ein Ort für jedermann

Blick aus Meer in Brighton

Blick aus Meer in Brighton

Wer sitzt nicht gern in einem Café und trinkt – wie das Klischee es will – English Breakfast Tea? Wir fühlten uns dabei jedenfalls „very british“. Aber ist Teetrinken wirklich britisch? Engländer trinken anscheinend gar nicht so viel Tee, wie wir meinen. So hat es uns zumindest ein Einheimischer gelehrt. Ja, ein Sprachaufenthalt ist mehr als ein paar Wochen Ferien. Denn wer länger an einem Ort weilt, kommt automatisch mit den Leuten ins Gespräch und lernt die wahren Seiten eines Ortes kennen.

Tea Time in England lohnt sich natürlich so oder so. Sich einfach mal in einen Stuhl fallen zu lassen und durchs grosse Fenster den vorbeiziehenden Leuten draussen nachzuschauen. Gerade in Brighton hätten wir das den lieben langen Tag tun können. Hier ein schräger Typ, da ein geschniegelter Prinz, ein pubertierender Teenie mit roter Löwenmähne oder eine Omi, die mit platinblonden Haaren durch die Strassen zieht. Brighton ist Multikulti. Und jeder zieht sein Ding durch. Das macht diese Stadt so interessant. Unter all diesen Lebenskünstlern gibt es übrigens auch den einen oder anderen bekannten Musiker, der aus Brighton stammt. So z.B. die Indie-Rock-Band „The Kooks“.

Aber nicht nur für die Ohren gibt es in Brighton was zu entdecken. Feinschmecker wie wir es sind, dürften sich hier auch wohl fühlen. Unser Geheimtipp: Das China Restaurant E-Kagen. Einfach eingerichtet, aber mega lecker! Wir mussten schätzungsweise sechs Leute danach fragen, bis wir es endlich gefunden haben, versteckt in den Lanes, diesen kleinen herzigen Gässchen.

Von jung bis alt, ob Rockstar oder kulinarischer Feinschmecker – das ist Brighton – ein Ort für jedermann.

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P.S.: Falls auch ihr mal acht Stunden am Flughafen totschlagen müsst, haben wir für euch hier noch 10 Tipps zusammengestellt:

  1. Nachdem ihr dem von der Schule organisierten Shuttle am Flughafen Bescheid gegeben habt, dass ihr verspätet ankommt, geht’s richtig los mit dem Fun…
  2. Sich durch die ganzen Kaffeekarten in den nahegelegenen Flughafen-Cafés trinken und eure Top-Drei küren.
  3. Einen 100-Meter-Rekord auf dem Rollteppich aufstellen!
  4. Wie wär’s damit, die Vornamen der Kinder von Angelina Jolie aufzuzählen? (Wir waren lange dran. Ausser Pax ist uns aber kein weiterer Name eingefallen…)
  5. Sich in die nächste Fast-Food-Bude stürtzen und den Magen verrückt machen.
  6. Danach alle Klos auf dem Flughafenareal unter die Lupe nehmen.
  7. Zählen, wie oft das Servierpersonal die Tische nebenan putzt.
  8. Sich im nächstbesten Kiosk durch die Bücher lesen und einen Roman, der in England spielt, suchen. Wenn dieser noch über einen Sprachaufenthalt handelt, um so besser. (Wir haben ohne Witz einen solchen gefunden!)
  9. Ganz viel schlafen…
  10. Den anderen Leuten beim Telefonieren zuhören. (Was sich eigentlich nicht gehört, in solchen Situationen aber echt amüsant sein kann…)

 

Gastautor/in

Cindy und Andrea sind Kundenberaterinnen bei Boa Lingua. Auf ihrer Studienreise quer durch England haben sie einige unserer Partnerschulen und Destinationen besucht. Die Highlights haben sie in diesem Blogbeitrag festgehalten.

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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