Sprachaufenthalt mit 31: Das geht! (und wie!)

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Sprachaufenthalt mit 31: Das geht! (und wie!)

Wer kennt es nicht: Man lernt jahrelang Französisch in der Schule und spricht dann doch Englisch, wenn‘s drauf ankommt. So ging es mir auch. Bis vor kurzem zumindest. Ich entschied mich nämlich, endlich „richtig“ Französisch zu lernen und machte dafür einen fünfwöchigen Sprachaufenthalt in Paris. Viele, denen ich davon erzählte, reagierten etwas überrascht. „Bist du dafür nicht etwas zu alt?“, wurde ich immer wieder gefragt. Die einfache Antwort darauf: nein! Denn es gibt bei weitem nicht nur Sprachschulen, die sich auf Jugendliche spezialisieren. Eigentlich gibt es für fast jedes Alter passende Angebote, so auch für meines. Bei Boa Lingua nennen wir das Sprachaufenthalte 30Plus.

Ich entschied mich aus mehreren Gründen für Paris. Einerseits hatte ich die französische Hauptstadt erst einmal besucht. Dabei war ich zudem erst 10 Jahre alt – erinnern konnte ich mich vor allem noch an Disney Land. 🙂 Andererseits wollte ich natürlich eine Schule besuchen, die über eine angenehme Lern-Atmosphäre verfügt und sich im Unterrichten von Leuten meiner Altersklasse (ach, klingt das schrecklich…) auskennt. So hab ich mich dann für die Sprachschule ELFE entschieden. Die familiäre Schule liegt mitten im Pariser Zentrum, ist umgeben von unzähligen Cafés, Bistros und Geschäften. Auch bekannte Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das weltberühmte Museum Louvre konnte ich von hier aus zu Fuss erreichen.

Auch Notre Dame war nur ein Katzensprung von meiner Sprachschule entfernt

Auch Notre Dame war nur ein Katzensprung von meiner Sprachschule entfernt

Schule und Unterricht gefielen mir sehr. Ich wurde herzlich empfangen, das Team von ELFE kennt alle Schüler persönlich mit Namen. In der ersten Klasse waren wir zu fünft, ich war der einzige Schweizer. Relativ rasch merkten meine Lehrer, dass ich doch mehr konnte, als sie mein Einstufungstest glauben liess, und so wechselte ich bereits nach einer Woche in ein höheres Niveau. Hier waren wir zu siebt und auch hier stellte ich zufrieden fest: keine Schweizer in Sicht! Ich fand es zudem super, dass wir nie mehr als sieben Kursteilnehmer waren, so konnte ich mich oft in den Unterricht einbringen und die Lehrer konnten gezielt auf meine Schwächen eingehen. Das sollte sich auszahlen: Für die letzten zwei Wochen wechselte ich erneut die Klasse.

Hier traf ich gleich auf zwei Deutschschweizerinnen. Das störte mich jedoch überhaupt nicht, im Gegenteil. Erstens waren die beiden sehr nett, zweitens unterhielten wir uns konsequent auf Französisch, und zwar auch in der Freizeit. Schliesslich war allen klar, dass man nichts lernt, wenn man sich die ganze Zeit auf Deutsch unterhält. Zudem waren meist noch andere mit uns unterwegs, und ihnen gegenüber wäre es ja doch sehr unhöflich gewesen, hätten wir uns in einer Sprache unterhalten, die sie nicht verstehen.

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Ferien-Feeling in Paris: Im Sommer wird das Ufer der Seine zum Strand umfunktioniert!

Mein Sprachaufenthalt in Paris hat sich für mich sehr gelohnt. Laut Einschätzung meiner Lehrer habe ich mein Niveau in dieser Zeit um mindestens eine Stufe von B1 auf B2 verbessert. Ich habe viel Selbstvertrauen tanken können und versuche nun, konsequent auf Französisch statt Englisch zu schreiben bzw. zu sprechen, wo immer ich das kann. Ausserdem: Da Paris eine wirklich coole Stadt ist, ist Französisch bei mir auch in Sachen Sympathie viel höher im Kurs als vorher – und das ist beim Lernen einer Sprache natürlich sehr entscheidend. Falls du demnächst auch nach Paris gehst, hier noch meine fünf heissesten Tipps für die Freizeit. Viel Spass!

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Pique Nique

Zu jedem Paris-Aufenthalt gehört mindestens ein echt französisches Pique Nique. Einer meiner Lieblingsorte dafür war der Parc des Buttes-Chaumont im 19. Arrondissement.

Sonnenuntergang im Parc des Buttes-Chaumont

Sonnenuntergang im Parc des Buttes-Chaumont

Street-Food

Vor der Nationalbibliothek François Mitterand reihen sich täglich mehrere Street-Food-Trucks auf, darunter der stadtbekannte „Camion qui fume“, ein von einem Gourmetkoch betriebener Burger-Food-Truck. Im Anschluss kannst du gleich noch die atemberaubende Bibliothek bestaunen – sie ist riesig! Von hier ist es zudem nur noch ein Katzensprung an die Seine, wo unzählige Bars und Clubs bis spätnachts mit DJs, Drinks und Konzerten locken.

Die französische Nationalbibliothek ist ein echter Hingucker

Die französische Nationalbibliothek ist ein echter Hingucker

Shopping

Im Quartier „Le Marrais“, das ebenfalls im Zentrum liegt, wimmelt es von tollen Boutiquen. Von günstig bis teuer ist alles dabei, aber vor allem findet man speziellere Sachen als in den grossen Einkaufszentren.

Müde vom Shopping? Der Place des Vosques ist super für eine Auszeit im Le Marrais

Müde vom Shopping? Der Place des Vosques ist super für eine Auszeit im Le Marrais

Flohmarkt

Im Norden des 18. Arrondissements an der Stadtgrenze befindet sich ein riesiger Flohmarkt. Genau genommen sind es mehrere, die zusammen nach eigenen Angaben den grössten Flohmarkt Europas bilden. Hier gibt’s von Krimskrams über Kleider bis hin zu teuren Antiquitäten wirklich alles. Ein Ausflug hierhin lohnt sich auch, wenn man nichts kaufen will.

Auch alte Spielautomaten findet man auf dem Flohmarkt

Auch alte Spielautomaten findet man auf dem Flohmarkt

Velo-Sightseeing

Natürlich haben auch die klassischen Sehenswürdigkeiten ihre Daseinsberechtigung. Mir haben es der Eiffelturm und Sacre Coeur besonders angetan. Am besten entdeckst du sie per Velo. Das ist nämlich dank dem Velo-Verleihsystem Vélib nahezu kostenlos möglich.

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lukas.krebs

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Lukas ist bei Boa Lingua für die PR- und Kommunikation zuständig. Sprachaufenthalte und andere Reisen haben ihn schon um die ganze Welt geführt. In unregelmässigen Abständen verrät er hier seine besten Tipps.

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