Mein Sprachaufenthalt in Salvador de Bahia mit Happyend

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Mein Sprachaufenthalt in Salvador de Bahia mit Happyend

Eigentlich hatte ich nur einen Sprachaufenthalt in Salvador da Bahia geplant…

…dass ich im Sprachaufenthalt meine grosse Liebe kennenlernen würde, damit hätte ich nie im Leben gerechnet! Aber beginnen wir von vorne.

Mein Start in Salvador war alles andere als traumhaft. Meine Unterkunft bei der Gastfamilie war unzumutbar, weshalb ich noch in der Ankunftsnacht in ein Hotel in der Nähe des Stadtstrandes «Barra» flüchtete. Dort blieb ich dann vorerst auch. Die Schule hätte mir innerhalb von einer Woche eine andere Unterkunft besorgt. Da ich aber in die Gastfamilie meiner Schulfreundin ziehen wollte (die waren mir sehr sympathisch!), wartete ich noch eine Woche ab, bis diese wieder ein Zimmer frei hatte.Von da an ging es bergauf, mit meiner Gastschwester hatte ich ein sehr gutes Verhältnis und wir unternahmen zusammen mehrere Ausflüge.

Brasilianischer Schulalltag

Portugiesischunterricht an der Dialogo Language School

Portugiesischunterricht an der Dialogo Language School

Auch in der Schule, der Diálogo Language School, hatte ich gute Kontakte geknüpft und einen sehr guten Freund gefunden. Die Schule war ordentlich und wir kamen im Unterricht voran, so dass ich rasche Fortschritte in der portugiesischen Sprache machte. Hier kamen mir die Privatstunden, welche ich nachmittags zusätzlich gebucht hatte, sicher entgegen. Unsere Schultage starteten um 9 Uhr, der Unterricht dauerte bis ca. 13 Uhr und anschliessend gingen wir meist alle zusammen Mittagessen. Am Nachmittag hatten die meisten Schüler frei und genossen das süsse Nichtstun an den vielen schönen Stränden in der Nähe von Salvador oder erforschten die Stadt und deren historischer Kern, den Pelourinho. Vereinzelt unternahmen wir auch etwas mit den Lehrer/-innen der Schule, die waren alle sehr aufgestellt und nett.

Ausgehen in Salvador

Natürlich gingen wir abends auch aus. In der Sommersaison ist in Salvador fast jeden Abend irgendwo etwas los. Ein Must ist da die «terça da benção» (übersetzt «gesegneter Dienstag»), wo die Trommelgruppe «Swing do Pelo» jeden Dienstag ihr Bestes gibt. Dann ist im Pelourinho gehörig etwas los. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der salvadorianische Karneval, der bei uns Anfang Februar stattgefunden hat. Ein Meer aus Musik, Licht und Farben. Die Stadt befindet sich für ca. eine Woche im Ausnahmezustand. Als Tourist ist man fast ein wenig überfordert von der vielen lauten Musik, den tausenden von Gästen und der nicht enden wollenden Tanzwut der Brasilianer. Ob man es mag oder nicht, diesen Event muss man mal erlebt haben.

An Ausgehmöglichkeiten fehlt es in Salvador de Bahia nicht

An Ausgehmöglichkeiten fehlt es in Salvador nicht

Streetart in Salvador de Bahia

Streetart in Salvador 

Was es in Salvador sonst zu tun gibt…

Weitere Highlights in und um Salvador: Morro de São Paulo (die touristischste der Inseln um Salvador, dennoch wunderschön), Praia de flamengo (hübscher Strand in der Nähe) sowie Praia de Flamengo (Meereschildkröten-Projekt), das kleine Örtchen Arembepe (mit einer Hippie-Kommune und wunderschönen Stränden), Chapada Diamantina (Gebirge, Wasserfälle, klarer Sternenhimmel nachts), die Ribeira mit ihrer Kirche «Senhor do bomfim», das Ausgehviertel Rio Vermelho, die riesigen Shoppingcenter in Salvador und und und… Also in Salvador lässt sich die Zeit definitiv gut vertreiben!

Lasst die Hochzeitsglocken läuten

Und inmitten all dieser schönen, unvergesslichen Erlebnisse lernte ich meinen Traummann kennen. Ganz unscheinbar in einem Strassenkaffee, das in der Nacht ein Club war, trafen sich unsere Blicke und es war um mich geschehen. Bei ihm dauerte es ein wenig länger, was wohl auch damit zu tun hat, dass in Salvador jeden Tag liebeshungrige Touristen unterwegs sind und er zuerst nicht glauben wollte, dass er für mich mehr als ein Abenteuer ist. Nach und nach lernten wir uns besser kennen, verreisten ein paar Tage zusammen und als der Tag meiner Heimreise bevorstand, war für beide klar, dass nur noch ein Leben zu zweit denkbar war… So kam es, dass mich meine grosse Liebe ein paar Wochen später in der Schweiz besuchen kam. Nach drei Monaten wurde dann die Entscheidung gefällt: Lasst die Hochzeitsglocken läuten!

Gastautor/in

Ich bin Jael und bin mittlerweile 25 Jahre alt, wohnhaft im Kanton Zürich und seit dem 9. Mai 2014 glücklich verheiratet. Beruflich bin ich im HR (Personalwesen) tätig. Der Wunsch, wegzugehen, entstand bei mir im Verlauf meiner letzten längeren Weiterbildung. Nach KV-Lehre, BMS und ununterbrochener Weiterbildung im HR brauchte ich eine Pause. Diese wollte ich zugleich nutzen, um mir eine neue Sprache anzueignen. Ich hatte schon immer etwas für das "Brasilianisch" übrig, so war relativ schnell klar, dass ich nach Brasilien wollte. Nach Salvador ging ich, weil ich es kulturell und historisch äusserst spannend fand. Und ich würde diese Reise sofort wieder antreteten. Natürlich gab es Rückschläge und nicht immer lief alles glatt, aber die Reise hat meinen Horizont um so vieles erweitert und ich möchte keine der gemachten Erfahrungen missen, ganz zu schweigen von meinem tollen Ehemann, der mittlerweile zu mir in die Schweiz gezogen ist!

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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