Sprachreise nach Sevilla – nicht zum letzten Mal!

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Sprachreise nach Sevilla – nicht zum letzten Mal!

Urlaub am Strand mag ich nicht. Reisen, um neue Regionen, Menschen und Kulturen kennenzulernen finde ich da schon wesentlich attraktiver. In den vergangenen Jahren habe ich viele, vor allem europäische Regionen besucht und unzählige schöne Erlebnisse nach Hause gebracht. Spanien war aber ausgeklammert, weil ich die Sprache nicht konnte. Eine erste Reise in die nördlichen Provinzen Spaniens hat es dann bestätigt: Wunderschöne Landschaften, interessante Kulturdenkmäler – aber kaum Kontakt mit den Menschen und deshalb wenig Einblick in die Lebens- und Denkweise der hier lebenden Spanier.
Dies hat mich dann dazu bewogen, mich trotz meiner 60 Jahre zu einem Sprachkurs in Spanien anzumelden. Konkret: einen Sprachaufenthalt in Sevilla mit Unterkunft bei einer Familie im Stadtteil (Barrio) Triana.

Den Kurs hatte ich schon im letzten Jahr gebucht, was mir die Möglichkeit gab, mich noch mit ein paar Lektionen Spanisch an der Migros-Klubschule vorzubereiten und die Landung in Sevilla nicht ganz so hart zu machen.
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Jeweils am Vormittag habe ich dann die Spanisch Sprachschule besucht. Da ich den Sprachaufenthalt 50plus gebucht hatte, waren in meiner Klasse noch 3 ca. Gleichaltrige. Die kleine Klassengrösse ermöglichte viel Sprechzeit. Theoretisches Wissen wurde in praktische Kommunikation überführt. Für mich war nicht das Verständnis für die Grammatik schwierig, sondern vielmehr spontanes Sprechen und das Abspeichern von gelernten Inhalten. Dies scheint mit vorgerücktem Alter schwieriger zu werden. Einen grossen Anteil am Erfolg hatte unsere temperamentvolle, junge Lehrerin. Sie vermochte sich auf uns einzustellen und vermittelte interessante Informationen über die Sprache und Kultur in Andalusien.

Daneben besuchten wir mit der Schule auch viele kulturell interessante Orte und Veranstaltungen wie z.B. den Aufbruch des Pilgerzuges nach Rocía und selbstverständlich einen Flamenco-Abend. Am Samstag konnten wir an einem Ausflug an die Feria de Caballo in Jerez teilnehmen. Daneben verblieb genügend Zeit, diese schöne Stadt auch auf eigene Faust zu erkunden. Höhepunkt in Sevilla war aber der Quartier-Bummel mit der Gastfamilie. Ich wurde zu Freunden und Verwandten mitgenommen, mit denen man sich in der Bar traf, lernte interessante Menschen kennen und natürlich die besten Tapas-Bars im Viertel Barrio Triana.

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Zudem war mein Gastgeber früher aktiver Fussballer beim FC Sevilla. Mit ihm und seinen Freunden zusammen haben wir uns anschliessend den Cup-Final Real gegen Atletico in der Bar angeschaut: Ein ganz besonderes Ereignis im fussballverrückten Spanien!

Fazit: Nach 2 Wochen habe ich viele, viele neue Erlebnisse und Erfahrungen gewonnen und bin in der Lage, an einem einfachen Gespräch in Spanisch teilzunehmen und mich soweit durchzuschlagen, dass in Zukunft der Kontakt zu Spaniern möglich sein wird. Ziel erreicht!

Werner

Werner

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