Südafrika: Cape Town is the place to be

Sprachaufenthalte weltweit

Erfahrungsberichte und Expertentipps

Südafrika: Cape Town is the place to be

–> Dies ist der vierte und letzte Artikel von Bernadette. Die vorherigen findest du unter:

  1. Südafrika: the wind is calling
  2. Südafrika: Let’s hit the water
  3. Südafrika: climbing high

Going around

Bis jetzt habe ich noch jede Ecke in Kapstadt irgendwie erreicht. Meinen Schulweg bewältige ich meistens zu Fuss. Bin ich einmal etwas spät dran, dauert es nicht lange, bis ein Minibus-Taxifahrer meine Eile erfasst und seine Chance packt, einen Stopp reisst und mich einsteigen lässt. Hupend, rufend und winkend geht es für lediglich sieben Rand im stop-und-go-Modus die Hauptstrasse entlang bis ich den Fahrer auffordere zu stoppen und mich aussteigen zu lassen. Abends greife ich bevorzugt auf ein Taxi zurück. In Kapstadt wimmelt es nur so von solchen und die meisten Taxifahrer kennen die Stadt und ihre Strassen etwa gleich gut wie ich. Gut gibt es GPS! In der Zwischenzeit bin ich ein treuer Intercab-Kunde. Da weiss ich wenigstens, dass ich günstig und bis anhin stets sicher ans Ziel komme.

Bei meiner Ankunft in Kapstadt habe ich mir auch eine MyCiti-Bus-Karte zugelegt. Das sehr umfangreiche und mehr oder weniger regelmässig verkehrende Bussystem bringt einen günstig an viele Orte und ist somit auf der Hauptverkehrsachse eine direkte Konkurrenz zu den Minibus-Taxis. Da erstaunt es mich wenig, dass der an der Bushaltestelle haltende Minibus-Fahrer mir weismachen möchte, dass heute die MyCiti-Busse streiken, während ein solcher gerade um die Ecke biegt.

At the language school – Inlingua

Shoe-Box-Project

Das Shoe-Box-Project unserer Schule – jede Klasse füllt für ein Weisenkind zu Weihnachten eine Schubox mit Kleinigkeiten.

Letzthin habe ich die Oceanview Road, die ihrem Namen Rechnung trägt, entdeckt. Nun kann mich fast nichts mehr vom morgendlichen Spaziergang zur Schule – die an der Somerset Road und somit ziemlich zentral, aber in einem unauffälligen Gebäude angesiedelt ist – abhalten. Der Unterricht beginnt um neun Uhr und wir sind lediglich fünf Schweizer CAE-Studenten in meiner Klasse. Die Sprachschule Inlingua ist eine sehr übersichtliche Schule mit einem familiären Flair und wird momentan vorwiegend von jungen Erwachsenen aus der Schweiz und Angola besucht.

Meine zwei CAE-Lehrerinnen sind aus Südafrika. Beide haben aber auch viel Welterfahrung und sind entsprechend mit der hiesigen als auch anderen Kulturen sehr vertraut. Mit extrem viel Hilfsbereitschaft, Geduld und Passion fürs Unterrichten bringen sie uns täglich durch die kurzweiligen Lektionen. Eine Runde Hang-Man oder eine Story aus ihrem afrikanischen Alltag lockern den Unterricht auf, wobei letzteres uns auch einen tiefen Einblick in das wunderschöne und doch nicht ganz sorglose Land ermöglicht. Wäre nicht unser tickendes Schweizerührchen stets präsent, hätten wir schon einige Kaffeepausen einfach vergessen.

Viel zu schnell sind die letzten acht Schulwochen verstrichen und die Advanced Prüfung steht unmittelbar bevor. Das zielgerichtete Arbeiten, die konstante Zusammensetzung unserer CAE-Klasse sowie die umfassenden Erfahrungen unserer Lehrerinnen in Bezug auf diese Prüfungen geben mir das Gefühl, für das Bevorstehende gewappnet zu sein. Zumindest am Ablauf des gesamten, nicht gerade einfachen Testverfahrens können wir unmöglich scheitern. Mein Bild im Kopf – dass ich bei der mündlichen CAE-Prüfung auf zwei ältere, sehr strenge Damen treffen werde – wird jäh zerstört, als ich vor mir zwei junge Prüferinnen sehe. Die Atmosphäre ist sehr locker und ehe wir begonnen haben dürfen wir den Raum auch schon wieder verlassen.

Nur wenige Tage später sitze ich aber schon wieder in diesem Raum. Als hätte es nicht gereicht, dass der heftige, unruhige Wind – ja für einmal verfluche ich ihn – kombiniert mit meiner Aufregung mir eine nahezu schlaflose Nacht beschert hat, wird mir auch noch der Platz inmitten des kleinen, prallgefüllten Klassenzimmers zugewiesen. Ich appelliere an meine nicht immer sehr zuverlässige Konzentrationsfähigkeit, möge sie mir doch heute ihre Schokoladenseite zeigen. Ich beneide all jene, die diese Prüfungen ohne Zeitdruck lösen können. Ich fühle mich auf jeden Fall nach diesem langen Morgen Schreiben, Lesen, Hören und Denken ziemlich ausgelaugt, aber auch erleichtert. Nun heisst es Warten und Däumchen drehen, möglicherweise mehrere Monate.

Während einige weiterziehen und andere den Heimflug in die Schweiz antreten, heisst es für meine kommenden Wochen: Gardenroute, kiten, surfen,… und den in der Zwischenzeit temperaturmässig eingetroffenen, südafrikanischen Sommer geniessen.

Gardenroute mit Freunden

Nach zwei Monaten intensiven Lernens in Kapstadt geht es nun mit Freunden und einem Mietauto auf die Gardenroute.

Bungy-Jump auf der Bluecransbridge

Die Bluecransbridge auf der Gardenroute können wir letztenendes doch nicht einfach hinter uns lassen, ohne den Bungy Jump zu machen.

Flashback

Entweder du wirst ein Wiederholungstäter oder aber einmal und dann nie wieder, schrieb mir vor meiner Abreise ein Bekannter über Kapstadt. Damals konnte ich mir nicht so recht vorstellen, was genau ausschlaggebend für das eine oder andere Extrem dieser Aussage sein könnte. Ob es die Lichtverhältnisse, die traumhafte Sonnenuntergänge zaubern, die vielfältige Tierwelt, das unmittelbare Aufeinander treffen von Meer und Gebirge, die Nähe des Grossstadtlebens zur Natur, das Zusammenkommen verschiedenster Nationen, Sprachen und Kulturen, die grenzenlose Vielfalt sportlicher und kultureller Angebote oder einfach die Top Kitebedingungen sind, ich kann es immer noch nicht sagen. Vielleicht ist es einfach die Tatsche, auf solch engem Raum diese immense Vielfalt zu haben.

Lagune in Witsand

Die Lagune in Witsand erweist sich als riesieger Flachwasserspielplatz.

Ich kann nicht leugnen, dass zu Beginn meine Enttäuschung, dass ich –  selbst ganze 9‘000km entfernt von der Schweiz – lediglich in einer Klasse mit Landeskolleginnen und -kollegen gelandet bin, gross war. Insbesondere auch deshalb, da ich die Befürchtung hatte, dass dann – wie ich es von vorgängigen Sprachaufenthalten kenne und immer wieder zu Ohren bekomme – die Kommunikation der Einfachheitshalber schnell einmal ins Schweizerdeutsche wechselt. Ich bin überzeugt, dass nicht jedermann auf permanentes Englischsprechen angewiesen ist, um die Prüfungen zu bestehen. Ich war jedoch sehr froh, dass unsere Gruppe sich von Beginn an sehr strickt daran halten konnte. Umso witziger war es, sich gegenseitig das erste Mal beim Schweizerdeutschsprechen zu hören, wobei der nun hervortretende Dialekt gleichzeitig auch meist gerade noch die Herkunftsregion offenlegte.

Als es damals um die Wahl einer Schule ging, hatte ich Bedenken bezüglich der vorgeschlagenen Sprachschule Inlingua. Deren Internetauftritt und Grösse hatten für mich wenig Überzeugungskraft. Im Nachhinein kann ich festhalten, dass ich diese Sprachschule wie auch die Destination Kapstadt sofort wieder wählen würde. Ich bin überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis … the wind is blowing and the ocean is calling and I have to go

Lust auf Kitesurfen während dem Sprachaufenthalt?
Dann begib dich nach dem Sprachkurs aufs windige Wasser! In Neuseeland bieten wir sogar einen speziellen Kombi-Kurs aus Englisch & Kiten; dasselbe für Spanisch in Kolumbien und Spanien.

Gastautor/in

Ich bin Bernadette. Seit ich vor bald zwei Jahren das erste Mal gekitet habe, hat mich diese Sportart in ihren Bann gezogen. Zusätzlich wollte ich mein Englisch auffrischen und erweitern. Die Idee, einen Sprachaufenthalt an einem Ort zu absolvieren, an welchem ich Kiten konnte, erschien mir sehr passend.

Gastautor/in

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Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer Kundin oder einem Kunden. Willst auch du von deinem Sprachaufenthalt erzählen? Dann schick uns deinen Beitrag.

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