Südafrika: the wind is calling

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Südafrika: the wind is calling

Gepäck

Als kitender Globetrotter lernt man schnell clever zu packen.

Auf der Suche nach guten Kitespots in einem englischsprachigen Land und dies während den europäischen Herbst-/Wintermonaten stösst man schnell einmal auf Kapstadt. Mein finaler Entscheid, schon bald nach Südafrika zu fliegen, an der Sprachschule Inlingua Englisch zu lernen und nebenbei die südafrikanischen Kitespots auszukosten, war schnell und mit Überzeugung getroffen. Eine Reise ins halbwegs Unbekannte wirft bei mir vorab stets viele Fragen auf: Wie wird es dort sein? Was muss ich mitnehmen? Ist es wirklich so gefährlich wie einige behaupten? Ist der Wind zu stark und die Wellen zu hoch? Gibt es Haie an den Kitespots?

Nach erneuter Recherche und einigem Hin und Her entschliesse ich mich dafür, meinen 12er-Kite zu Hause zu lassen. Neben meinem Twintip Board, Harness, Bar und Kitepumpe packe ich meinen 7er und 9er Kite sowie meinen 5/4mm Wetsuit in mein Boardbag. Noch mehr kann ich definitiv nicht entbeeren und ich hoffe mit dieser Ausrüstung dem South-Easter bzw. Cape Doctor – dem gängigsten kaptonischen Sommerwind – gerecht zu werden.

Ready for take off

Bernadette am Flughafen

Reisen mit Kitegepäck ist sicherlich nicht gerade das komfortabelste. Abwer die Vorstellung, an einem Windspot zu sein und meine Kites nicht dabei zu haben, wäre für mich schlimmer.

Mein gebuchter Flug mit British Airways erlaubt mir die Mitnahme zweier Gepäckstücke. Dennoch stehe ich mit einem mulmigen Gefühl vor dem Gepäckaufgabeschalter. Werden meine zwei Gepäckstücke zu schwer sein? Werde ich mein Kitegepäck überhaupt mitnehmen dürfen, obwohl ich es vorgängig nicht als Sportgepäck deklariert habe?
Meinen Rucksack kann ich beim Check-in ohne Weiteres aufgeben. Mit einem etwas kritischen Blick auf das noch hinter mir stehende grosse und leuchtende Gepäckstück meint die Frau am Schalter an meine Schwester gewandt „und das gehört Ihnen?“. Nach kurzer Klärung und nun ziemlich nervös, muss ich mein Kitebag auf die Waage legen. 24kg leuchtet es mir in roten Digitalziffern entgegen. Ich bin ziemlich erleichtert, als die Frau mich mit dem Kommentar „beim nächsten Mal müssen Sie etwas weniger packen“ und meiner Boardkarte zur Sperrgut-Aufgabe schickt.
Endlich hatte ich mein gut 40-kg-Gepäck los, in der Hoffnung es schon bald wieder vollständig und pünktlich in Empfang zu nehmen.

 

Good morning Cape Town…

Anflug auf Kapstadt

Fast schon familiäre Ankunft in Kapstadt.

Nach einer eher schlaflosen Nacht in der Luft wurde ich früh morgens mit einer grandiosen Sicht auf meine zukünftige Heimat für die kommenden Monate belohnt. Aufgrund meiner vorgängigen Auseinandersetzung mit meiner vorübergehenden Wahlheimat erscheinen mir die Bucht von Langebaan, Robben Island, Lion’s Head sowie der Tafelberg – Kapstadts Wahrzeichen – bereits sehr familiär.

Nicht nur meine Gastfamilie heisst mich herzlich willkommen sondern auch das Wetter zeigt sich bei meiner Ankunft unerwarteterweise von seiner schönsten Seite. Ich kann es nicht lassen und suche sofort das Meer auf. Mit Ausblick auf den Atlantik, den Tafelberg und Lions Head erhole ich mich an der Beachfront von meiner Reise und tanke dabei die ersten wärmenden südafrikanischen Sonnenstrahlen.

Stahlblauer Himmel über Kapstadt

Stahlblauer Himmel, herunterbrennende Sonnenstrahlen, ein rauschender Atlantik und einige Delfine heissen mich an Kapstadts Beachtfront willkommen.

Mit zunehmender Nachmittagsstunde merke ich wie immer mehr Wind aufkommt. Mein Kiterherz macht Luftsprünge. Auch in den folgenden Tagen weht immer wieder ein mehr oder weniger starker Wind durch die Stadt. Im Schatten kann es dann auch einmal ziemlich frisch werden. Schnell habe ich gelernt, dass zu dieser Jahreszeit in dieser Stadt der Zwiebelschalenlook von Vorteil ist.

Sobald ich in die Nähe des Meers komme, schweift mein Blick nordwärts, in der Hoffnung irgendwo an den ob Kapstadt liegenden Stränden Kites am Himmel zu entdecken. Meine Sehkraft reicht jedoch auf diese Distanz nicht aus. Auch kann ich es nicht lassen, täglich die Windprognosen auf Windfinder und Windguru zu checken. Tatsächlich sehen die Bedingungen fürs kommende Wochenende nicht schlecht aus. Werde ich es aufs Wasser schaffen? Fingers crossed!

To be continued…

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Gastautor/in

Ich bin Bernadette. Seit ich vor bald zwei Jahren das erste Mal gekitet habe, hat mich diese Sportart in ihren Bann gezogen. Zusätzlich wollte ich mein Englisch auffrischen und erweitern. Die Idee, einen Sprachaufenthalt an einem Ort zu absolvieren, an welchem ich Kiten konnte, erschien mir sehr passend.

Rahel Stössel

Rahel Stössel

Nach Sprachaufenthalten in Auckland, Vancouver und Nizza kümmert sich Rahel nun um alle Social-Media-Aktivitäten von Boa Lingua. Auch in ihrer Freizeit reist sie gerne, um die Welt zu entdecken und neue Sprachen zu lernen.

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