Sprachaufenthalt in Kanada: Canucks – Vancouver goes Crazy

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Sprachaufenthalt in Kanada: Canucks – Vancouver goes Crazy

Das Ziel jedes Sprachaufenhaltes ist es die Sprache möglichst schnell zu erlernen. Doch ein Sprachaufenhalt in Kanada kann mehr als bloss Englisch lernen sein, wie es Tessa Egli selbst erfahren hat. Neben der berühmten Skyline, dem historische Viertel «Gastown», dem multikulturellen «Chinatown» oder dem Stanley Park hat die Hafenstadt Vancouver noch vieles mehr zu bieten. Nämlich den unglaublischen kanadische Stolz, wenn es um Eishockey geht. Tessa Egli genoss ihren Sprachaufenthalt in Vancouver und erlebte als Eishockey-Fan unvergessliche Momente in Vancouver.

Jeder Eishockey-Fan träumt davon ein NHL Spiel zu sehen. Vancouver ist der perfekte Ort, um nahe am Eishockey-Geschehen zu sein. «Vancouver Canucks»  ist der ganze Stolz von Vancouver. In der letzten Saison standen sie im Stanley Cup Finale und haben leider verloren. Doch diese Saison soll es anders sein. Am 6. Oktober startete die neue Eishockey Saison mit neuen Hoffnungen. Am Tag der Eröffnung trugen fast alle Leute in der Stadt ein Canucks Shirt, das war unglaublich.
Die Canucks ist eine Mannschaft, die von aussen eine unglaubliche Unterstützung erhält. Nicht nur die Fans im Stadion stehen voll und ganz hinter ihnen, sondern auch die Stadt. Während meinem Sprachaufenthalt in Vancouver standen plötzlich auf den Anzeigetafeln der Busse, wo normalerweise die Destinationen angeschrieben sind, überall «GO CANUCKS GO». Jeder in der Stadt sprach von der grossen Eröffnung und über die Erwartungen an die Mannschaft. Die Zeitungen waren vollgedruckt mit Informationen über die Canucks und alles rund um die NHL. Es war so unglaublich. Etwas, dass ich noch nie so erlebt habe.

 

 

 

 

 

 

 

Das Canucks-Shirt ist ein Muss
Am Abend verfolgten wir das Spiel in einer Bar, schliesslich findet man hier in jeder Bar einen Bildschirm. Die Bar war voll und jeder trug ein Canucks-Shirt. Vor dem Spiel gab es eine grössere Eröffnung als normalerweise, da es das erste Spiel der Saison war. Es gab eine beeindruckende Lichtshow mit Bildern der vergangenen NHL Saison und Live Musik.
Dann ging es los und die ganze Bar wurde plötzlich still. Keiner sprach mehr. Jeder war konzentriert auf das Spiel. Sobald die Canucks den Puck in Richtung Tor brachten, kamen Emotionen auf. Als sie ein Tor erzielen konnten, hielt es schliesslich keiner mehr auf seinem Stuhl aus. Unfassbar, wie die Fans ausserhalb des Stadions mitfeierten. Leider verloren die Canucks ihr erstes Spiel im Penaltyschiessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Live dabei sein ist alles
Nach diesem Spiel war für uns eines klar: Wir wollen auch ein Spiel im Stadion live miterleben, wenn wir schon einen Sprachaufenthalt in Kanada machen und die Chance haben hautnah dabei zu sein. Einige Tage nach dem Auftaktspiel machten wir uns auf den Weg zum Ticketschalter und da kam die Überraschung. Die ersten Spiele sind ausverkauft und bis Ende Dezember hat es nur noch wenige Plätze frei. Nach der Überraschung kam der Schock: Für einen Sitzplatz in der Mitte zahlt man 250 kanadische Dollar und die günstigsten kosten immer noch 100 Dollar. Wir entschieden uns für die günstigsten Sitzplätze. Falls man 100 Dollar für ein Eishockeyspiel günstig nennen kann! Wir hatten keine Ahnung, wo sich die Plätze befinden und ob wird das Spielfeld überhaupt sehen werden. Schliesslich hat es in der Rogers Arena (Vancouvers Eishockey Stadion) rund 19’000 Sitzplätze (23. Grösste Eishockey Stadion der Welt). Man kann die Rogers Arena mit der Post Finance Arena in Bern vergleichen, welches eine Kapazität von rund 17’000 Zuschauern hat, jedoch sind davon nur 5000 Sitzplätze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorfreude war riesen gross
Am 20. Oktober war es dann soweit, voller Stolz gingen wir zum Stadion wo sich gefühlte 10’000 Leute versammelt hatten.
Nachdem wir schon mal den richtigen Eingang gefunden hatten, machten wir uns auf Platzsuche. Tatsächlich waren unsere Plätze in der hinterletzten Reihe. Aber da die Tribüne sehr steil war, war das eigentlich nicht mal so ein schlechter Platz. Vor dem Spiel gab es wieder eine grosse Eröffnung mit Specialeffects. Nachdem die Nationalhymne live gesungen wurden, kamen die Spieler aus dem blauen, nebligen Gang hervor und es ging endlich los. Mit dem Anpfiff verstummten die Zuschauer so, dass man sogar die Spieler auf dem Eis sprechen hören konnte. Es war so eine gute Atmosphäre, dass es das Spiel noch viel spannender als es sowieso schon war machte. Nach jedem Tor machte sich der Stolz der Vancouverianer breit und es war ein grosses Fest. Mit jedem neuen Anpfiff wurde die Stimmung im Stadion wieder angespannter.

Wir hatten ein perfektes Spiel gesehen, die Canucks gewannen 5:1 gegen die Nashville Predators. Dass die Canucks gewinnen ist bisher in dieser Saison leider eine Seltenheit. Aber für mich war dieses Spiel das Highlight meines bisherigen Sprachaufenthalts in Vancouver. Es war wunderbar zu sehen, wie sehr ein Volk hinter einer Mannschaft stehen kann! Mein Fazit: «Vancouver Canucks» – Der Stolz dieser Stadt und das mit Recht!

michele

Sizilianische Wurzeln, in der Schweiz aufgewachsen, in Hamburg studiert, in Berlin verliebt, in Tschechien geheiratet und in Italien dreimal Papi geworden. Wenn ich nicht koche, fahre ich am liebsten Velo oder musiziere.

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