Welcher «Bünzli Typ» bist du und was erwartet dich im Ausland?

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Welcher «Bünzli Typ» bist du und was erwartet dich im Ausland?

Jeder «Bünzli Typ» geniesst mit einigen Tipps das Abenteuer Sprachaufenthalt!

Jeder «Bünzli Typ» geniesst mit einigen Tipps das Abenteuer Sprachaufenthalt!

Alle Jahre lassen wir am 1. August Raketen in den Himmel steigen und feiern gemeinsam den Nationalfeiertag der Schweiz.

Wir nehmen diesen Tag als Anlass dazu, uns die Schweizer «Bünzli Typen» etwas genauer anzuschauen. Zu behaupten, dass in jedem von uns ein Bünzli steckt, ist gewagt, aber auch gar nicht schlimm. Dank unserem Wohlstand und der Sicherheit in der Schweiz haben viele von uns automatisch einen «Bünzli Typen» in sich. Erst während dem Sprachaufenthalt im Ausland stellt uns unser eigener «Bünzli Typ» auf die harte Probe, denn da erkennen wir: Es ist nicht alles wie bei uns.

Damit ihr gewappnet seid, was euch im Ausland alles erwartet, hier unsere Übersicht der «Bünzli Typen» und warum ihr diese im Ausland loswerden solltet. 

Der kulinarische Bünzli

Egal ob Winter oder Sommer, Frühling oder Herbst, in unseren Supermärkten gibt es das ganze Jahr hindurch alles, was unser kulinarisches Herz begehrt. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Früchte, jeden Tag stehen andere Speisen auf dem Plan. Sobald wir aber im Ausland sind, ist das anders. Viele haben gar nicht die Möglichkeit, immer unterschiedliche Esswaren einzukaufen. Es gibt viele Länder wie beispielsweise Australien, Südamerika und viele Inseln wie La Réunion, Hawaii, Guadeloupe usw., wo Früchte, Gemüse und Fleisch viel teurer sind als bei uns. Wer während einem Sprachaufenthalt in einer Gastfamilie wohnt merkt schnell, es wird anders gekocht. Hier gehören gleiche und schnelle Gerichte mehrmals wöchentlich auf den Tisch. Auch auf Gemüse und Früchte wird wegen den hohen Preisen vermehrt verzichtet.

Unser Tipp: Akzeptiere, dass die Menschen in anderen Ländern nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie wir in der Schweiz. Wenn dir das Essen gar nicht bekommt, schlage vor, dass du einmal in der Woche kochst. So kannst du frei entscheiden was auf den Tisch kommt. Sei neuen Speisen gegenüber offen und probiere, denn so lernst du neue Geschmäcker und neue Esskulturen kennen. Zur Not packe ein Aromat, eine Tafel Schokolade und ein Rivella mit ein. 

Der introvertierte Bünzli

Dieser «Bünzli Typ» geht nicht sehr gerne auf Menschen zu und ist eher ruhig und schüchtern. Die meisten Leute im Ausland sind offener als wir in der Schweiz und gehen gerne auf andere Menschen zu. Das hilft auch dem introvertieren Bünzli, denn der erste Schritt übernehmen andere und das Eis ist trotz Sprachbarriere immer schnell gebrochen. Gespräche zwischen dir und Unbekannten ergeben sich spontan immer wieder. Nirgends ist es einfacher als im Ausland, verschiedene Lebensgeschichten zu erfahren und «per Zufall» neue Freunde zu finden.

Unser Tipp: Lasse dich auf das Abenteuer Ausland ein. Dazu gehören neue Leute kennen lernen, Gespräche führen und sich anpassen. Auch wenn die Sprache noch nicht perfekt ist, in der Sprachschule sitzen alle im gleichen Boot. Jeder hat einen ersten Tag und kennt die Situation. Schliesse dich am ersten Schultag einer Gruppe Sprachschüler an und verabrede dich mit ihnen zum Mittagessen. In einer Gastfamilie hast du zudem die Möglichkeit, direkt mit Einheimischen in Kontakt zu treten. Sie geben dir nützliche Tipps, machen dich mit der Familie und Freunden bekannt und helfen dir, deine mündlichen Kenntnisse schnellstmöglich zu verbessern. Wir sind sicher, nach den ersten paar Tagen kannst du dich problemlos einleben und legst den introvertierten «Bünzli Typ» automatisch beiseite – et voilà!

Der pünktliche Bünzli

Wer kennt es nicht: Du verabredest dich mit deinen neuen Freunden und wartest ganze 20 Minuten bis der Erste auftaucht. Der Bus sollte gemäss Fahrplan um Punkt acht Uhr abfahren, kommt aber erst 15 Minuten später. Der Schlüsseldienst-Service hätte seit anderthalb Stunden in deinem Apartment sein sollen, ist aber immer noch nicht aufgetaucht. Uhren im Ausland laufen, egal wo, deutlich langsamer als bei uns in der Schweiz.

Unser Tipp: Ja, im Ausland brauchen die pünktlichen Bünzlis viel Nerven und Geduld. Das zumindest in den ersten paar Wochen. Danach wird dieser «Bünzli Typ» im gleichen Rhythmus sein wie die Mitmenschen und kommt sicher das ein oder andere Mal selber etwas später… Stelle als Armbanduhr-Träger deine Uhr einfach 15 Minuten zurück, so bist du auf jeden Fall sicher immer einige Minuten zu spät dran. 

Der über ordentliche Bünzli

Zweimal wöchentlich wird der Swiffer durch die Parkett-Wohnung geschleift und das Badezimmer wird, wie im WG-Ämtli-Plan vermerkt, einmal wöchentlich gereinigt. Staub und Dreck sehen wir in der Schweiz gar nicht gerne. Spätestens im Ausland wird dir klar: So sauber wie zu Hause ist es nirgends. Je nach Land kommen noch unattraktive Tierchen dazu, welche du nicht unter die Bettdecke nehmen möchtest. Hier verweisen wir gerne auf Spinnen, Kakerlaken, Tausendfüssler usw. Aufgrund der Klimas spielt es keine Rolle, ob es sauber oder dreckig ist, viele Tierchen fühlen sich da wohl, wo sie am ungebetensten sind. 

Unser Tipp: Auch der saubere «Bünzli Typ» muss sich im Ausland etwas umgewöhnen. Wer aber in seiner Unterkunft Schimmel oder anderweitig Gesundheitsschädliches vorfindet, soll sich bei der zuständigen Person melden. Gastfamilienväter sind zudem sehr hilfsbereit, wenn es darum geht, einen ungebetenen Gast aus dem Zimmer zu entfernen. 

Der verkrampfte Bünzli

Bei uns hat alles seine Ordnung und Richtigkeit. Wir halten Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn ein, warten an der Ampel bis sie auf grün springt und halten zwischen uns und fremden Mitmenschen genügend Abstand ein. Wir erscheinen zu abgemachten Terminen und Zeiten, erheben selten in der Öffentlichkeit die Stimme und schlafen nur bei absoluter Stille und totaler Dunkelheit. Gerade im Ausland fällt dem verkrampften «Bünzli Typ» auf, dass es auch ganz anders zu und her gehen kann. Schnell ist klar, hier wird links und rechts überholt, die angeforderte Visa-Verlängerung lässt zwei Wochen auf sich warten, der Sanitärinstallateur vertröstet auf «mañana, mañana» und als Fussgänger ist immer und überall Vorsicht geboten. 

Unser  Tipp: Der verkrampfte «Bünzli Typ» soll zum lockeren «Bünzli Typ» werden. Diese Verwandlung gelingt oftmals automatisch nach ein paar Wochen im Sprachaufenthalt. Zur Sicherheit gehört aber Folgendes in die Reisetasche: eine Schlafmaske, Oropax, ein Stressball und eine Notiz mit allen wichtigen Telefonnummern und Adressen.

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Myriam Mühlethaler

Myriam Mühlethaler

Myriam Mühlethaler ist Kundenberaterin bei Boa Lingua. Sie hat selbst schon verschiedene Sprachkurse rund um den Globus gemacht. Gerne teilt sie ihre Erfahrungen aus den verschiedenen Aufenthalten und gibt Insider-Tipps.

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